Wegen „Gefahr im Verzug“ war das bei Ausflüglern beliebte, fast 100 Jahre alte Bauwerk im Tiroler Bezirk Imst seit Herbst gesperrt. Vor zwei Wochen begannen Reparaturarbeiten, Ende dieser Woche ist die Fußgängerbrücke vermutlich schon wieder begehbar.
Wanderer und vor allem Besucher der Wallfahrtskirche Locherboden kennen die schaukelnde Hängebrücke, die den Inn in Stams auf 107 Metern überspannt, nur zu gut. Im vergangenen Oktober musste der Stamser Bürgermeister Markus Rinner das Bauwerk jedoch sperren – aus Sicherheitsgründen.
„Ein Ziviltechniker hatte gravierende Mängel an der unter Denkmalschutz stehenden Brücke festgestellt“, erzählt der Dorfchef im Gespräch mit der „Krone“.
Tragseile aus den 1930er-Jahren
Kein Wunder: Die Brücke hat schon fast 100 Jahre auf dem Buckel. So stammen auch die Tragseile aus den 1930er-Jahren. An einer Generalsanierung führt mittelfristig kein Weg vorbei.
Die Brücke hängt noch an den Tragseilen aus den 1930er Jahren. Diese und die Pilone müssen bei der Generalsanierung in drei bis vier Jahren saniert werden.

Markus Rinner, Bürgermeister Stams
Bild: Dominik Pfeifer, glad people studio
Zur vorläufigen Gewährleistung der Sicherheit reichten jetzt aber Reparaturarbeiten. „Unter anderem wurden Kanthölzer getauscht, wir ließen den Gehbelag und die Handläufe erneuern“, schildert BM Rinner. „Die Arbeiten dürften Ende dieser Woche beendet und die Brücke zum Wochenende hin wieder geöffnet sein“, freut er sich. Die Kosten von rund 60.000 Euro teilen sich das Land, die Landesgedächtnisstiftung und die Gemeinde.
Gleichzeitig hat man Gespräche zur Generalsanierung begonnen – unter anderem mit dem Bundesdenkmalamt. Es geht um die Genehmigung, um technische Fragen und um die Finanzierung. Zwischen einer und eineinhalb Millionen Euro gilt es aufzubringen, Land und Denkmalamt sind gefordert. Die umfassenden Arbeiten dürften erst in drei bis vier Jahren beginnen.
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