Fährt mit Ökostrom

Post startet mit erstem E-Lkw in der Steiermark

Steiermark
23.03.2026 15:45

Grüner Meilenstein unter gelber Flagge: Beim Post-Logistikzentrum in Kalsdorf bei Graz nimmt jetzt der erste Strom-Lastwagen den Betrieb auf. Insgesamt sind damit in Österreich sechs E-Lkw der Post unterwegs. 

Dass die Österreichische Post ihre neuen E-Lkw just in einer Zeit ausrollt, in der die Spritpreise infolge des Nahost-Kriegs auf Rekordhöhen klettern, ist wohl ein Zufall – der den Elektrifizierungs-Kurs des Konzerns aber klar bestätigt.

Die Post setzt seit mehr als zehn Jahren konsequent auf E-Mobilität. So wurde etwa in Graz bereits Ende 2021 der gesamte Zustell-Fuhrpark auf Elektro-Fahrzeuge umgestellt. Am Montag erfolgte nun beim Logistikzentrum in Kalsdorf die nächste Premiere: Der erste vollelektrische Post-Lkw der Steiermark nahm den Betrieb auf.

Sechs Batteriepacks sorgen im MAN eTGS für eine Kapazität von 560 Kilowattstunden.
Sechs Batteriepacks sorgen im MAN eTGS für eine Kapazität von 560 Kilowattstunden.(Bild: Jürgen Fuchs)
Ein Blick ins Cockpit des nagelneuen E-Lkw
Ein Blick ins Cockpit des nagelneuen E-Lkw(Bild: Jürgen Fuchs)

Strom aus eigenen PV-Anlagen
Der Lastwagen mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern kommt von Kalsdorf aus bei Abholungen aus Postfilialen und Firmen sowie dem Transport von Paketen und Briefen zu Zustellbasen zum Einsatz. Zwei neue 400-Kilowatt-Schnellladestationen beim Logistikzentrum sorgen für schnelles „Auftanken“.

Dafür fließt laut Post zu 100 Prozent Öko-Strom aus Österreich in die Batterien. „Mit laufend steigendem Anteil aus unseren eigenen PV-Anlagen, wie wir sie auch hier in Kalsdorf haben“, sagt Post-Logistikvorstand Peter Umundum.

Das können die neuen E-Lkw

  • Die neuen E-Lkw der Post – MAN eTGS – sind mit sechs Batteriepacks mit einer Gesamtkapazität von 560 Kilowattstunden ausgestattet.
  • Damit schaffen sie eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.
  • Angetrieben werden die Lkw von einem Synchron-Elektromotor mit einer Leistung von 400 Kilowatt, der ein Zuggewicht von bis zu 44 Tonnen ermöglicht.
  • Mit den neu errichteten Schnellladestationen kann der MAN eTGS in knapp 90 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batteriestand aufgeladen werden.

Zwei- bis dreimal so teuer
Bereits vor zwei Jahren nahmen in Wien die allerersten E-Lkw der Post Fahrt auf. Jetzt kamen neben jenem in der Steiermark auch ein Lastwagen in Tirol sowie zwei weitere in Wien dazu. Die Ausschreibung entschied MAN für sich. Kostenpunkt für die vier neuen Strom-Lkw samt Ladeinfrastruktur: mehr als 1,7 Millionen Euro. „Im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Lkw haben wir hier noch den zwei- bis dreifachen Kostenfaktor“, so Umundum.

Ohne ein umfangreiches Förderprogramm von EU und Bund wäre die Investition auch nicht möglich.

Bei den Zustellfahrzeugen der Post ist inzwischen gut die Hälfte elektrisch unterwegs. Bis 2030 lautet das Ziel komplett CO2-neutrale Zustellung. Auch die Schwerfahrzeugflotte soll Schritt für Schritt vollelektrisch werden.

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