Vor exakt 50 Jahren flimmerte die Erfolgsserie „Drei Engel für Charlie“ erstmals über die US-Bildschirme und entwickelte sich zu einem globalen Erfolgskonzept. Zum Jubiläum blicken wir noch einmal darauf zurück und schauen nach vorne. Für die nähere Zukunft ist ein neuer Film geplant.
Die drei Polizeiakademie-Absolventinnen Sabrina Duncan (Kate Jackson) Jill Munroe (Farrah Fawcett) und Kelly Garrett (Jaclyn Smith) werden in L.A. als Privatdetektivinnen engagiert. Der mysteriöse Chef Charlie (John Forsythe trat nur stimmlich in Erscheinung) vermittelt die Aufträge an seine „Engel“ anonym per Lautsprecher, doch die treten den Männern auch so problemlos in den Hintern. Vor exakt 50 Jahren flimmerte die Originalversion von „Drei Engel für Charlie“ erstmals über die US-Bildschirme und wurde sofort zum globalen Hit.
Emanzipation und Sexismus
Auch wenn Publikumsliebling Fawcett schon nach der ersten Staffel durch Cheryl Ladd ersetzt wurde, tat das dem Erfolg der Reihe keinen Abbruch. Neben der flotten Inszenierung passte auch die Botschaft zum damaligen Zeitgeist. Gemeinsam mit Serien wie „Rhoda“ oder „Wonder Woman“ wiesen die „Drei Engel für Charlie“ ab Mitte der 70er-Jahre zu einem neuen Selbstverständnis für starke Frauenrollen, die man bis dorthin im Fernsehen eher selten wahrnahm. Dennoch war der in vielen Episoden inszenierte Sexismus unübersehbar – eben eine Zeit im Umbruch.
Ursprünglich wurde das Konzept nur auf die Rolle von Jackson erstellt und erst später mit den beiden Mitstreiterinnen verstärkt – was sich als goldrichtige Entscheidung entpuppen sollte. Die ganz und gar nicht engelhaft agierenden Engel wurden quasi über Nacht zu Stars. Vor allem Fawcett, die sich von ihrem dort begründeten Sexsymbol-Image freistrampeln wollte und danach bewusst anspruchsvollere Rollen suchte. Smith schlug nach der Serie einen unternehmerischen Weg ein und brachte eine eigene Modekollektion auf den Markt, „Haupt-Engel“ Jackson agierte in zahlreichen weiteren Serien und Cheryl Ladd reüssierte später auch als Musikerin.
Mehr oder weniger gute Neuversionen
Eine erfolgreiche Wiederbelebung gelang dem damals noch unbekannten Regisseur McG 2000 mit dem hervorragend besetzten Trio Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu, die 2003 auch noch für ein Sequel gemeinsam vor der Kamera standen. Weniger erfolgreich waren eine 2011 inszenierte Serien-Adaption und ein weiterer Reanimationsversuch 2019, den nicht einmal die bekannten Namen Kristen Stewart und Naomi Scott retten konnten.
Da sich alte Erfolgsstoffe aber dennoch immer gut verkaufen lassen, plant Sony eine neue Filmversion. Pete Chiarelli wurde mit dem Schreiben des Drehbuchs beauftragt, über die Darstellerriege herrscht noch Schweigen im Walde. Mehr dazu bald ...
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