Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) wagte bei der ORF-Pressestunde am Sonntag gleich mehrere Vorstöße: Unter anderem will er eine LH-Direktwahl und einen österreichweit einheitlichen Jugendschutz. Auch in der Gesundheitsfrage müsse man über Ländergrenzen hinweg denken.
In seiner Funktion als Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz war LH Anton Mattle am Sonntag wieder einmal zu Gast bei der ORF-Pressestunde. Dabei sprach er sich erstmals offen für eine Direktwahl des Landeshauptmannes aus. „Ich bin ein großer Fan der Demokratie – und so eine Neuerung würde dem System sicherlich guttun“, sagte Mattle, der auch betonte, bei der Landtagswahl im kommenden Jahr erneut antreten zu wollen. Die Frage nach möglichen Koalitionen ließ er jedoch unbeantwortet. Wie auch die Nachfrage, ob er die Forderung nach einer LH-Direktwahl wegen seiner guten Persönlichkeitswerte aufstellte.
Es ist höchste Zeit, dass es zu einer österreichweiten Vereinheitlichung kommt. Ich weiß schon, dass das eine harte Nuss ist, doch wir haben das auf der Agenda.
LH Anton Mattle über den Jugendschutz
Stolz verwies Mattle auch auf die budgetäre Situation Tirols – das einzige Bundesland, das keine neuen Schulden macht. „Wir haben, was die EU-relevanten Zahlen angeht, um 130 Millionen besser abgeschnitten als ursprünglich angenommen. Ich gehe zudem davon aus, dass auch andere Bundesländer einen besseren Abschluss schaffen als gedacht“, sagte der Tiroler Landeshauptmann.
Jugendschutz wurde thematisiert
Staatsreformen, deren Mattle bekanntlich ein bekennender Fan ist, kamen ebenfalls zur Sprache. Konkret ging er auf den Jugendschutz ein. „Es ist höchste Zeit, dass es hier zu einer österreichweiten Vereinheitlichung kommt. Ich weiß schon, dass das eine harte Nuss ist, doch wir haben das auf der Agenda.“
Ich bin ein Fan von Bundeskanzler Christian Stocker und sehe ihn durchaus als Visionär und Pragmatiker.
LH Anton Mattle
Mattle will kein Krankenhaus zusperren lassen
In Sachen Gesundheitsreform legte sich Mattle auf kein bestimmtes Modell fest. Positiv sieht er aber die zuletzt zwischen der Steiermark und Oberösterreich vereinbarte Kooperation. Ein Mitspracherecht für die Länder muss für ihn aber in jedem Konzept bestehen: „Eine rote Linie ist, dass ich mir als Landeshauptmann von Tirol von Wien sicherlich kein Krankenhaus zusperren lasse!“ Abschließend noch ein Wort zur Bundesregierung: „Ich bin ein Fan von Bundeskanzler Christian Stocker und sehe ihn durchaus als Visionär und Pragmatiker.“
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