Motorradunfall

Keine juristischen Folgen für Schwarzenegger

Ausland
12.01.2006 11:44
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger kann einen Tag nach einem Motorradunfall über die Platzwunde an seiner Lippe schon wieder lachen. Er habe sich keiner Schönheitsoperation unterzogen, scherzte der gebürtige Steirer. Das Lachen wäre ihm aber beinah wieder vergangen, denn wie sich herausstellte, war Arnie ohne gültigen Führerschein unterwegs. Aber: Es gab beim Unfall keine Zeugen, deswegen wird ihn die Polizei auch nicht vorladen.

Arnie war am Sonntag bei einem Zusammenstoß mit einem Auto leicht verletzt worden. Eine Platzwunde an der Lippe musste mit 15 Stichen genäht werden. Der Unfall ereignete sich nahe Schwarzeneggers Haus in Los Angeles, als eine Nachbarin rückwärts aus einer Ausfahrt auf die Straße fuhr. Der frühere Hollywoodstar habe nicht mehr ausweichen können und sei mit geringer Geschwindigkeit auf das Auto geprallt, sagte Margita Thompson. 

Schwarzenegger wurde von seinem zwölfjährigen Sohn Patrick in einem Motorrad-Beiwagen begleitet. Beide trugen Helme und wurden nach kurzer Behandlung in einem Krankenhaus wieder nach Hause entlassen. Der Arzt habe ihm empfohlen, drei Tage nicht zu sprechen. Seine Ehefrau würde das am liebsten auf sieben Tage ausweiten, witzelte Schwarzenegger. Er denke aber nicht daran, das Motorradfahren aufzugeben.

Kein Führerschein, keine Zeugen, keine Vorladung
Zuvor muss sich Arnie allerdings noch einen gültigen Führerschein besorgen. Wie sich inzwischen herausstellte, war der Ex-Schauspieler zum Zeitpunkt des Unfalls nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Sein rosa Lappen stammt noch aus seinen Tagen in Österreich, in den USA hat er sich jedoch nie um eine entsprechende Lizenz gekümmert. Ein juristisches Nachspiel bleibt Schwarzenegger trotzdem erspart, weil es keine Zeugen für den Unfall gibt. Die Polizei verzichtet daher auf eine Vorladung.

Es war nicht Arnies erster Crash
Schon im Dezember 2001 war der damalige Action-Star mit seiner Harley Davidson verunglückt. Bei einem Auffahrunfall in Santa Monica zog er sich einen sechsfachen Rippenbruch zu. Damals musste er das Fitness-Training für seine Rolle in "Terminator 3" mehrere Monate unterbrechen.

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