Die NEOS stellen bekanntlich den Bundesrat infrage und wollen diesen sogar abschaffen. Tirols Landtagsabgeordnete Susanna Riedlsperger heizt die Debatte weiter an – und zwar mit einer Straßenumfrage. Der Konter von Bundesrat-Präsident Markus Stotter (ÖVP) ließ nicht lange auf sich warten.
Vor knapp zwei Wochen betonte der Osttiroler Markus Stotter, der seit Anfang des Jahres Bundesratspräsident ist, gegenüber der „Krone“ die Wichtigkeit des Bundesrates: „Wir sind vom Landtag entsandte Vertreter im Bund, repräsentieren somit die Bundesländer. Wir versuchen ständig, regionale Unterschiede in alle Belange einzubringen. Oft sehen wir uns mit der Kritik konfrontiert, dass wir im Nachhinein nur alles durchwinken. Aber das stimmt nicht. Wir sind gleichberechtigt mit den Nationalräten in den parlamentarischen Klubs, denen sowohl National- als auch Bundesräte angehören. Der Prozess findet dort bereits im Vorfeld statt.“ Damit reagierte er erstmals auf die immer lauter werdende Kritik der NEOS.
„Wovon könnte er Präsident sein?“
Vor wenigen Tagen holten die Pinken zum erneuten Schlag aus. Die Tiroler Landtagsabgeordnete Susanna Riedlsperger machte sich in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck auf den Weg. Sie zeigte Passantinnen und Passanten ein Foto von Stotter und stellte dazu die Frage: „Wovon könnte er der Präsident sein?“
Wenig verwunderlich: Jene Befragten, die im später auf Social Media publizierten Video gezeigt wurden, wussten die korrekte Antwort nicht. „Er könnte zur Industriellenvereinigung gehören“, lautete beispielsweise eine Antwort. Eine weitere: „Dieser Mann könnte etwas mit Bildung zu tun haben.“ Und auch als „Verkehrsexperte“ wurde er gesehen.
Dass die NEOS außerhalb der Landeshauptstadt nicht sehr präsent sind, ist nicht neu. Aber Politik findet eben nicht nur in der Maria-Theresien-Straße statt.
Bundesrat-Präsident Markus Stotter (ÖVP)
Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten
Und wie reagiert der Bundesrat-Präsident, der zugleich Bürgermeister von Oberlienz ist, darauf? Genau, mit einem humorvollen Konter! Er kreierte ebenfalls ein Video samt Straßenumfrage. „Danke, dass ihr mich bekannter macht“, lautete die erste Botschaft in Richtung NEOS. Und dann folgen zahlreiche Befragte, die – wie könnte es auch anders sein – die richtige Antwort auf Riedlspergers Frage gaben.
„Vielleicht fragt ihr nicht nur in Innsbruck, liebe NEOS, denn Politik entsteht draußen in den Regionen“, so Stotter weiter. Über Nacht wurde dieses Video Tausende Male angeklickt.
„Dass die NEOS außerhalb der Landeshauptstadt nicht sehr präsent sind, ist keine Neuigkeit. Aber Politik findet eben nicht nur in der Maria-Theresien-Straße statt“, betont Stotter gegenüber der „Krone“.
Sechsmal so viele Vorzugsstimmen
Auch die letzte Landtagswahl relativiere laut der Tiroler Volkspartei den Vorwurf der NEOS: Stotter, der bei der letzten Bürgermeisterwahl mit 100 Prozent der gültigen Stimmen gewählt worden sei, habe bei der letzten Landtagswahl sechsmal so viele Vorzugsstimmen wie NEOS-Landtagsabgeordnete Riedelsperger, die ihm Unbekanntheit vorwerfe, erhalten ...
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