Mit dem Projekt „Gemeinsam Sicher Feuerwehr“ lernen Kinder von klein auf, wie sie im Notfall richtig reagieren. In Pinkafeld wird das Konzept weitergedacht: Erstmals arbeiten Volksschule, Mittelschule und HTL eng mit der Feuerwehr zusammen, um das Sicherheitsbewusstsein im Ernstfall zu stärken.
Bilder wie jene aus Crans-Montana gehen unter die Haut. Rauch, Chaos, Menschen, die nicht wissen, was zu tun ist. Szenen, die zeigen, was passiert, wenn das Bewusstsein für Gefahrensituationen fehlt. Genau dort setzt man in Pinkafeld an und macht Ernst mit Prävention.
„Dort hat man gesehen, was geschieht, wenn das Sicherheitsbewusstsein fehlt. Genau das wollen wir verhindern“, sagt Stadtfeuerwehrkommandant Kurt Tripamer eindringlich. „Kinder sollen lernen, was im Ernstfall zählt. Ruhe bewahren, richtig handeln und somit Leben retten.“
In Crans-Montana hat man gesehen, was passiert, wenn das Sicherheitsbewusstsein fehlt. Das wollen wir vermeiden.
Kurt Tripamer, Kommandant der Stadtfeuerwehr Pinkafeld
Das Projekt „Gemeinsam Sicher Feuerwehr“ wurde vor 13 Jahren in Oberösterreich gestartet und wird auch im Burgenland umgesetzt. Es setzt genau daran an. In Pinkafeld geht man noch einen Schritt weiter. Erstmals arbeiten Volksschule, Mittelschule und HTL eng mit der Feuerwehr zusammen. „Das Vorzeigeprojekt macht Kinder mit dem Thema Brandschutz vertraut und weckt früh das Interesse für die Feuerwehr“, betont Landesrat Heinrich Dorner.
Im Ernstfall bleibt nämlich keine Zeit zum Überlegen. Kern des Projekts ist ein Lernkaskaden-Modell. Ältere Schüler unterrichten dabei jüngere. Von der HTL zur Mittelschule, weiter zur Volksschule. „Ziel muss es sein, dass jedes Kind weiß, wie man einen Notruf absetzt und wie man sich im Brandfall verhält“, sagt Bildungslandesrätin Daniela Winkler.
Geübt wird nicht nur in der Theorie, sondern auch praxisnah. „Die Schüler werden dabei selbst zu Vermittlern. Sie lernen so auch, Verantwortung zu übernehmen“, so Winkler. Das Projekt geht über reine Wissensvermittlung hinaus. „Damit stärken wir frühzeitig die Kompetenz von Kindern im vorbeugenden Brandschutz und fördern ihr Bewusstsein für Sicherheit im Alltag“, sagt Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf.
Projekt soll im kommenden Jahr auf den Kindergarten ausgeweitet werden
Der nächste Schritt ist bereits in Planung. Schon im kommenden Jahr soll auch der Kindergarten Pinkafeld eingebunden werden. Auch im Land hofft man auf Nachahmer. „Es wäre wünschenswert, wenn viele Gemeinden diesem Beispiel folgen“, betont Dorner.
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