Der Fall sorgte für Kopfschütteln und Aufregung: Zunächst unbekannte Vandalen zogen am Sonntagabend in einer Kirche im Tiroler Absam eine Spur der Verwüstung. Die Polizei konnte zwei Tage später zwei Verdächtige ausforschen. Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren. Inzwischen meldete sich auch der Pfarrer zu Wort – er spricht von „Erleichterung“.
Schauplatz des dreisten Vandalenaktes am Sonntagabend war die Pfarrkirche Absam-Eichat. Zwischen 17.30 und 18.45 Uhr schlugen dort die zunächst noch unbekannten Täter zu – und sie hinterließen eine regelrechte Spur der Verwüstung! Sie zerstörten Blumenvasen und Gesangsbücher, setzten Kärtchen mit religiösen Abbildungen und Liedertexte in Brand. Auch Weihwasser und Desinfektionsmittel wurden verschüttet.
Brand in Schule ließ Burschen auffliegen
Auf die Spur kamen die Ermittler den Tatverdächtigen nur zwei Tage später – durch einen weiteren Vorfall: Am Dienstagnachmittag wurde in einer Schule im Ort ein Mistkübel angezündet. Bei den Nachforschungen gerieten zwei Buben im Alter von sieben und zehn Jahren ins Visier der Polizei.
Bei der Befragung legten die Kinder schließlich ein Geständnis ab. Sie gaben zu, sowohl für den Brand in der Schule als auch den Vandalenakt in der Kirche in Absam-Eichat verantwortlich zu sein.
Es ist für uns als Pfarrteam eine Erleichterung, dass keine gezielte Bosheit oder kirchenfeindliche Absicht hinter den Handlungen steckt.
Pfarrer Martin Chukwu
„Wege der Vergebung und Versöhnung gehen“
Auch innerhalb der Pfarre hatte der Fall freilich für Verunsicherung gesorgt. Doch jetzt könne man wieder aufatmen. „Der Vorfall in unserer Pfarrkirche hat uns sehr betroffen gemacht. Umso mehr ist es für uns als Pfarrteam eine Erleichterung, dass keine gezielte Bosheit oder kirchenfeindliche Absicht hinter den Handlungen steckt“, erklärt Pfarrer Martin Chukwu.
Man sei dankbar, dass der Vorfall so rasch aufgeklärt werden konnte – und vor allem, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist.
„Als Kirche ist es unser Auftrag – gerade auch in solchen Situationen – Wege der Vergebung und der Versöhnung zu gehen. Natürlich schmerzen die Beschädigungen, doch jetzt ist es wichtig, dass die Buben Orientierung bekommen. Gemeinsam mit den Familien möchten wir Wege suchen, wie die Kinder Verantwortung übernehmen und aus dem Geschehen lernen können“, betont Pfarrer Martin Chukwu abschließend.
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