Ausseer Krankenhaus

„Zahlenspiel“-Vorwurf lässt die Wogen hochgehen

Steiermark
18.03.2026 18:10

Die Spitalskooperation zwischen der Steiermark und Oberösterreich ist so gut wie fixiert. Nicht glücklich ist der Bürgermeister von Bad Aussee, er wirft der Kages sogar „Zahlenspiele“ vor. Diese spricht von „haltlosen Unterstellungen“.

Selten schaffen es steirische Politikthemen in die österreichweiten Schlagzeilen – der neuen Spitalskooperation zwischen Oberösterreich und der Steiermark ist es gelungen. Wie berichtet, verpflichtet sich das Klinikum Bad Ischl (OÖ), ab 1. April Patienten aus dem Bezirk Liezen in den Fächern Chirurgie und Innere Medizin aufzunehmen. Diese Abteilungen werden im LKH Bad Aussee ja geschlossen.

Die Steiermark rechnet mit Kosten von gut 3,8 Millionen Euro im Jahr, die man für 300 stationäre Patienten und 2000 ambulante Versorgungen zahlen muss. Auch ein Personalpaket um 550.000 Euro ist inkludiert. Am Mittwoch gab der Aufsichtsrat der Oberösterreich-Gesundheitsholding grünes Licht, in der Steiermark ist ein Umlaufbeschluss eingeleitet. 

Stimmung in der Ausseer Bevölkerung schlecht
Nicht ganz glücklich mit der Lösung ist der Bad Ausseer ÖVP-Bürgermeister Thomas Schönauer, auch wenn die Ausseer das Ischler Spital seit Jahrzehnten nutzen. Die Stimmung innerhalb der Bevölkerung sei schlecht, sagte Schönauer im Ö1-Morgenjournal.

Und er ließ mit dem Vorwurf aufhorchen, die Kages würde „ein bisschen ein Zahlenspiel“ betreiben: Laut Belegschaft würde es mehr Fälle in Aussee als offiziell kommuniziert geben. Kages-Chef Gerhard Stark sprach ja am Dienstag von zuletzt gerade einmal zwei stationären Patienten in einer Nacht. Die Kages reagierte scharf auf Schönauers Aussage und warf ihm „haltlose Unterstellungen“ vor.

Der Vertrag ist jährlich kündbar
Trotz dieses neuen Konflikts zeichnet sich keine weitere Großdemo der Ausseer für ihr Spital ab. Das Thema wird die Landespolitik dennoch weiter beschäftigen, etwa nächsten Dienstag im Landtag. Vor allem die SPÖ übt Kritik am „Pfusch-Deal“ und thematisiert, genauso wie die NEOS, dass der Vertrag mit Oberösterreich jährlich kündbar ist – durchaus ein Risiko. Die Landesregierung hofft, dass es in einigen Jahren eine österreichweit einheitliche Gastpatientenregelung gibt.

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