7. Exekution heuer

Mörder und Vergewaltiger in Florida hingerichtet

Ausland
18.03.2026 10:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im US-Bundesstaat Florida ist ein 54-jähriger Mann wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Mutter durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen Michael King wurde im Staatsgefängnis von Raiford vollstreckt, wie die Justizbehörden von Florida mitteilten.

King hatte im Jahr 2008 eine 21-jährige Mutter von zwei Kindern am helllichten Tag aus ihrem Haus entführt – nicht einmal eine Stunde, bevor der Ehemann von der Arbeit nach Hause zurückgekehrt war. 

Informationen von Notruf wurden nicht weitergegeben
Denise Amber Lee hätte den Vorfall eventuell überleben können, hätten die Behörden besser reagiert. Denn eine Autofahrerin, die Lees Schreie mitbekommen und sie auf dem Rücksitz von Kings Wagen sah, hatte den Notruf verständigt. Doch die Informationen über den Standort des Entführungsopfers wurden nicht an die Polizisten weitergegeben, die die Gegend nach ihr absuchten.

Bilder vom Mordopfer Denise Amber Lee:

Auch Lee gelang es, während der Entführung mit dem Handy des Täters den Notruf zu wählen. Während sie schluchzte und um ihr Leben flehte, wirkte die Disponentin jedoch eher gleichgültig und genervt. Obwohl sie offensichtlich nicht frei sprechen konnte, stellte sie ihr immer die gleichen Fragen und zeigte keinerlei Mitgefühl oder fand tröstende Worte.

Opfer hinterließ Beweise im Auto des Täters
So hatte King die Gelegenheit, sein Opfer in ein Waldgebiet zu bringen, zu vergewaltigen und sie zu erschießen. Anschließend vergrub er ihre Leiche in einem flachen Grab. Vor ihrem Tod hatte Lee es noch geschafft, Beweise im Auto zu deponieren, damit ihr Peiniger überführt werden konnte. Sie hinterließ geistesgegenwärtig ihren Ehering und viele ihrer Haare im Auto, die die Ermittler leicht finden können.

„Sie hat einen Mörder von der Straße geholt“, erklärte der Kriminalbeamte Rick Goff. „Durch ihr Handeln hat sie vielen Menschen das Leben gerettet.“ Der Hingerichtete soll sich vor seinem Tod weder entschuldigt noch Reue gezeigt haben. 

Es war die siebente Hinrichtung in den USA in diesem Jahr und die vierte in Florida. Seit Jahresbeginn waren außerdem im US-Bundesstaat Texas zwei Menschen und in Oklahoma ein Mensch hingerichtet worden.

Todesstrafe wird in 23 der 50 US-Bundesstaaten vollstreckt
Im vergangenen Jahr waren in den USA 47 Menschen hingerichtet worden, die meisten seit 2009, als 52 Häftlinge hingerichtet worden waren. Die meisten Hinrichtungen fanden in Florida statt. Dort wurden 19 Todesstrafen vollstreckt. An zweiter Stelle folgten Texas, Alabama und South Carolina, wo jeweils fünf Menschen hingerichtet wurden. Die in vielen Ländern geächtete Todesstrafe wird noch in 23 der 50 US-Bundesstaaten vollstreckt. US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter.

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