Großer Zuwachs

Sommerschule: Vorerst rund 48.000 Anmeldungen

Österreich
23.05.2026 07:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Für die Sommerschule, die für Kinder in Deutschförderklassen heuer erstmals verpflichtend ist, haben sich vorerst rund 48.200 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Davon sind laut Zahlen des Bildungsministeriums rund 33.900 freiwillig dabei, 14.300 sind dazu verpflichtet. 

Allerdings „fehlen“ noch rund 1800 eigentlich zur Teilnahme verpflichtete Kinder und Jugendliche – diese sollten bis Ende der Anmeldefrist jedenfalls noch dazukommen. Im Vorjahr nahmen 41.100 Schüler teil.

Sommerschule für 16.100 Kinder Pflicht
Ursprünglich war die Sommerschule 2020 eingeführt worden, um Kinder und Jugendliche mit Corona-bedingten Lernrückständen beim Lernen zu unterstützen. Seit 2022 steht das in den letzten beiden Ferienwochen auf dem Programm stehende Angebot auch Schülerinnen und Schülern mit besonderen Interessen und Begabungen offen. Ab heuer ist die Teilnahme für jene Kinder verpflichtend, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse am ersten Tag des Sommersemesters eine Deutschförderklasse besuchen oder erst im Sommersemester als außerordentliche Schüler aufgenommen wurden. Das sind laut Zahlen des Ministeriums 16.100 Kinder.

Die meisten Anmeldungen gibt es vorerst in Wien (13.700; davon 5700 verpflichtet) und Niederösterreich (9400, davon 1400 verpflichtet). In Oberösterreich sind 6500 Kinder (2400 verpflichtet) dabei, in der Steiermark 5600 (1500 verpflichtet), in Tirol 4200 (1000 verpflichtet), in Kärnten 3700 (700 verpflichtet), in Vorarlberg 2500 (700 verpflichtet), in Salzburg 1500 (700 verpflichtet) und im Burgenland 1100 (300 verpflichtet). Schülerinnen und Schüler, die freiwillig die Sommerschule besuchen, werden von ihren Eltern angemeldet. Wer dazu verpflichtet ist, wird von seiner Schule registriert.

Deutlich mehr Lehrer – Verpflichtung dürfte vom Tisch sein
Aufgrund der heuer deutlich mehr erwarteten Schüler hatte Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zuletzt eine Verpflichtung für Lehrkräfte zum Unterricht an der Sommerschule ins Spiel gebracht, falls sich nicht genug Pädagoginnen und Pädagogen freiwillig melden sollten. Das dürfte vermutlich nicht nötig sein. Statt wie im Vorjahr 5600 haben sich bisher 6800 Personen gemeldet, die an einer Sommerschule unterrichten wollen. Davon sind 4800 aktive Lehrkräfte (2025: 4100) und 2100 vor allem Lehramts-Studierende oder auch Pensionisten (2025: 1600).

„Die steigenden Anmeldezahlen sowohl was Lehrende, als auch Schülerinnen und Schüler betrifft, unterstreichen die besondere Bedeutung der Sommerschule als nachhaltiges Unterstützungsangebot im österreichischen Bildungssystem“, betonte Bildungsminister Wiederkehr in einer Aussendung. „Denn wer insbesondere auch im Sommer die deutsche Sprache spricht, hat im neuen Schuljahr einen klaren Startvorteil.“

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