Schulden bei Finanzamt

Halbe Million hinterzogen: Taxi-Chef vor Gericht

Tirol
23.05.2026 07:00

Hohe Schulden beim Finanzamt wuchsen einem Tiroler (54) über den Kopf. Die Abgabenhinterziehung mündete für ihn nun in einem Gerichtsprozess, bei dem er und sein Verteidiger das Schlamassel erklären mussten.

Seit 2020 kam offenbar einiges zusammen: „Zuerst war Corona und damit der Einbruch des Geschäftsmodells“, skizzierte der Verteidiger des 54-Jährigen die Abwärtsspirale, die zu immensen Schulden beim Finanzamt führte.

Verteidiger: Rettung des Familienunternehmens scheiterte
Dann sei auch noch eine Steuernachzahlung aus den Jahren 2018 und 2019 hinzugekommen: „Mein Mandant versuchte das Familienunternehmen dann irgendwie aufrechtzuerhalten, aber es gelang nicht.“

„Hoher emotionaler Druck“
Der voll geständige und sichtlich geknickte Angeklagte schloss sich dem an und schilderte dem Schöffensenat unter Richter Bernhard Rüßkamp, dass er unter „hohem emotionalem Druck“ gestanden sei, da er das Unternehmen 2015 vom Vater übernommen und bis 2020 zu „einem der größten Taxiunternehmen in der Region“ ausgebaut habe.

Zitat Icon

Die Strafe bewegt sich am untersten Ende, es gibt Milderungsgründe.

Richter Bernhard Rüßkamp

Geldstrafe und Rückzahlung, aber keine Haft
Nach kurzer Beratung entschied sich das Gericht für eine zur Hälfte bedingte Geldstrafe von 90.000 Euro sowie die Weisung, die beim Finanzamt noch ausständigen 405.000 Euro zu bezahlen. „Die Strafe bewegt sich am untersten Ende“, betonte Rüßkamp. Mildernd seien das reumütige Geständnis und die Unbescholtenheit des Angeklagten. Dieser nahm das Urteil an. Weil der Staatsanwalt keine Erklärung abgab, ist es aber nicht rechtskräftig. 

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