Nervige Blutsauger

Zeckenzeit: So schützen Sie ihren Vierbeiner

Tierecke
07.04.2026 13:20
Porträt von Tierecke
Von Tierecke

Spätestens mit den ersten warmen Frühlingstagen beginnt die Zeckenzeit in Österreich. Vor allem Hunde und Katzen, die viel draußen unterwegs sind, laufen Gefahr, von den kleinen Blutsaugern befallen zu werden. Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen, daher ist Vorbeugung jetzt besonders wichtig.

Während Hunde beim Spaziergang durch Wiesen und Gebüsch besonders häufig Zecken aufsammeln, bringen Freigängerkatzen die Parasiten oft unbemerkt mit nach Hause. Zecken suchen sich warme, geschützte Stellen am Körper: Bei Hunden sitzen sie häufig an Hals, Ohren, Achseln oder in den Leisten, bei Katzen vor allem am Kopf oder zwischen den Zehen.

Wer sein Tier nach jedem Ausflug kurz absucht, kann bereits Zecken entdecken, bevor sie sich festsetzen. Beim Schutz gibt es Unterschiede zwischen Hund und Katze. Für Hunde eignen sich Spot-on-Präparate, Tabletten oder spezielle Halsbänder, die je nach Aufenthaltsdauer im Freien regelmäßig angewendet werden sollten.

Zecke gefunden – richtig handeln:

  • Mit Pinzette oder Zeckenzange so nah wie möglich am Kopf packen
  • Gerade herausziehen – nicht drehen, quetschen oder einreiben
  • Bissstelle desinfizieren
  • Zecke danach sicher zerquetschen oder verbrennen – nicht in Abfluss spülen!
  • Tier beobachten: Bei Rötung, Schwellung oder auffälliges Verhalten Tierarzt kontaktieren

Katzen reagieren am besten auf Spot-on-Präparate, Halsbänder sind nur eingeschränkt geeignet. Wichtig ist in jedem Fall, sich vor der Anwendung mit dem Tierarzt abzusprechen, denn nicht jedes Mittel passt zu jedem Tier. Hat sich eine Zecke bereits festgesaugt, sollte sie möglichst rasch entfernt werden. Am besten gelingt das mit einer Zeckenzange oder einer feinen Pinzette. Dabei die Zecke so nah wie möglich am Kopf packen und mit einem kräftigen Zug gerade herausziehen. Entgegen der weitläufigen Meinung, sollte auf Drehen verzichtet werden.

Spot-On Mittel helfen, die lästigen Krabbler abzuwehren.
Spot-On Mittel helfen, die lästigen Krabbler abzuwehren.(Bild: Csaba Deli)

Öl, Alkohol oder andere Hausmittel helfen nicht, sondern reizen die Zecke zusätzlich und erhöhen das Risiko, dass Krankheitserreger übertragen werden. Vorsicht auch nach dem Entfernen: Zecken dürfen niemals mit bloßer Hand zerquetscht werden, da dabei Infektionsgefahr besteht. Sicher entfernt sind sie nur durch Zerquetschen mit einem festen Gegenstand oder durch Verbrennen.

Im Abfluss überleben sie oft wochenlang – selbst Kälte oder ein Waschgang machen ihnen wenig aus. Danach die Bissstelle desinfizieren und das Tier beobachten: Zeigen sich Rötungen, Schwellungen oder ungewöhnliches Verhalten, sollte rasch ein Tierarzt aufgesucht werden.

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