Nach kleineren Pilotprojekten wird die Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG jetzt mit ihrem „leopoldi“-Modell in größeren Dimensionen „auffahren“: in der Region Weinviertel West mit 200.000 Einwohnern. Grund: Dort kann auf den Erfahrungen einiger kleinerer „Probeprojekte“ aufbauen.
Große Distanzen und wenig Fahrgäste für einen finanziell sinnvollen Linienbetrieb: Das weite Land effektiv mit Öffis zu vernetzen, ist gerade bei knappem Budget keine leichte Aufgabe. Nach Abschluss eines verzögerten Vergabeverfahrens (wir berichteten in einer Print-Ausgabe) werden im westlichen Weinviertel schon 70 Gemeinden mit 200.000 Bewohnern eingebunden.
Die NÖVOG baut damit ihr größtes Pilotprojekt aus
Dabei wird wird der klassische öffentliche Linienverkehr neu gestaltet und mit flexiblen Formen des öffentlichen Verkehrs kombiniert: „Bahnlinien und etwa 150 Regionalbusse sollen schnelles Vorankommen auf ,Hauptschlagadern’ bieten, erläutert NÖVOG-Chef Michael Hasenöhrl das Modell. Die zweite Säule des im kommenden Jahr startenden Angebotes wird flexibler aufgezogen: „21 Anrufsammeltaxis fahren zusätzlich dort, wo große Linienbusse weder sinnvoll noch rentabel sind – und zwar montags bis samstags“, so NÖVOG-Leiter Wolfgang Schroll.
Leopoldi-Verkehrssystem startet 2027 im westlichen Weinviertel
Durch das Netz an Bussen und Sammeltaxis werden allein in dieser ersten großen Ausbaustufe im westlichen Weinviertel auf 65 Linien jährlich 5,2 Millionen zurückgelegten Kilometern die Orte flexibel erreichbarer gemacht.
Das Pilotprojekt „Westliches Weinviertel“ wird für acht Jahre vergeben, eine einmalige Verlängerungsoption auf zehn Jahre ist möglich. Bis zum Betriebsstart wird der aktuelle Linienverkehr durch das derzeit beauftragte Verkehrsunternehmen unverändert fortgesetzt.
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