Mit Preisen von 1,1 bis 1,9 Millionen Euro entstehen in Salzburg und Koppl acht Wohnungen für „vermögende Privatpersonen“. Beide Projekte werden von der WaMa-Wohnbau umgesetzt. Einer der beiden Besitzer ist der ehemalige Wohnbaulandesrat Hans Mayr, der laut seiner Homepage noch immer für leistbares Wohnen eintritt.
Fleißig gebaut werden soll demnächst wieder auf dem Luxus-Sektor des Salzburger Wohnungsmarkts. So werden als „Fürstenblick Salzburg“ am Ignaz-Rieder-Kai gleich fünf Apartments für Reiche entstehen und in Koppl parallel dazu als „ZweiWelten“ drei Wohnungen zum Kauf angeboten. In der Stadt liegen die Preise hier zwischen 1,1 und 1,9 Millionen Euro – für 83 Quadratmeter. Die Wohnungen in Koppl sind größer und um 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zu haben.
Pikant dabei ist, dass beide Projekte von der WaMa-Wohnbau umgesetzt werden. Einer der beiden Besitzer ist der ehemalige Wohnbaulandesrat Hans Mayr, der laut seiner Homepage noch immer für leistbares Wohnen eintritt. Bei seinen Luxusplänen spricht er gegenüber der „Krone“ von einer „Ausnahme“, denn: „Bei allen anderen Projekten schauen wir, dass wir preislich unter der Höchstgrenze bleiben und Wohnbauförderung möglich ist.“
In Koppl seien die teuren Bauten laut Mayr auf die Gemeinde zurückzuführen: „Eine Vorschrift für maximal drei Wohnungen auf dem besagten Grundstück hat uns in das Luxussegment gebracht. Auf dieser Fläche wären eigentlich locker acht reguläre Apartments möglich gewesen.“
Käufer sollen selbst in die Wohnungen einziehen
Anders im Salzburger Stadtteil Aigen. Hier sei ohnehin bekannt, dass es sich um eine Top-Adresse handle. „Und wir wollten einmal so ein Projekt machen“, erzählt der Ex-Landesrat. Ansprechen will er damit „vermögende Privatpersonen, die ihren Lebensmittelpunkt hier setzen wollen“ – also dauerhaft selbst einziehen.
Besonders sauer stoßen diese Pläne Salzburgs Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus) auf. Er spricht von einer „schiefen Optik“, wenn ein ehemaliger Wohnbaulandesrat selbst mit Wohnungen spekuliere. „Wir werden nach der Fertigstellung des Projekts ganz genau hinschauen, ob das wie angekündigt auch wirklich Hauptwohnsitze werden“, kündigt Dankl an, denn: „Zu den Osterfestspielen und den Festspielen nach Salzburg zu kommen, reicht dafür nicht aus.“
Der Startschuss für den Bau der Luxusbunker fällt, sobald mehr als 50 Prozent der Wohnungen auch tatsächlich verkauft sind. In Koppl wurde bereits ein Vertrag unterzeichnet, sobald ein weiterer unterschrieben ist, könnten die Arbeiten jederzeit losgehen. „Aber wir haben es ja nicht eilig“, erzählt Mayr. In der Stadt Salzburg werde es noch länger dauern, bis die Bagger anrollen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.