Gutachten liegt vor

Sohn (11) getötet: Die Mutter wusste, was sie tat!

Steiermark
12.03.2026 05:00

Ende Jänner tötete eine Obersteirerin in Leoben ihren elfjährigen Sohn mit mehreren Messerstichen. Was für viele absolut unmöglich erscheinen mag, ergab jetzt ein psychiatrisches Gutachten: Die 39-Jährige hat keine psychische Störung. Sie wusste also ganz genau, was sie tat. Ihre Symptome waren offenbar nur vorgetäuscht.

Es ist ein schockierender Fall, der am 30. Jänner 2026 weit über die Grenzen hinaus für Fassungslosigkeit sorgte: Eine Leobnerin tötete ihren elfjährigen Sohn in der gemeinsamen Wohnung mit einem Messer. Das Kind starb aufgrund schwerer Stich- und Schnittverletzungen.

Nach der Tat fügte sich die 39-Jährige scheinbar selbst Schnittverletzungen zu, sodass sie zuerst operiert werden musste, bevor sie in U-Haft kam. Sie selbst hatte den Notruf gewählt.

Hat Tatverdächtige nur simuliert?
Bei ihrem Pflichtverhör durch den Untersuchungsrichter gestand sie die schreckliche Bluttat und gab zu, ihren Sohn getötet zu haben. Allerdings soll sie laut „Krone“-Informationen auch angegeben haben, dass sie Stimmen gehört hätte und ihr Sohn vom Teufel besessen gewesen sei. Offenbar wollte sie damit aber nur eine psychische Erkrankung simulieren.

Der Tatort: ein Mehrparteienhaus in Leoben
Der Tatort: ein Mehrparteienhaus in Leoben(Bild: Christian Jauschowetz)
Zitat Icon

Die Gutachter kamen zu dem Schluss, dass zur Tatzeit keine schwerwiegende psychische Störung vorgelegen hat. Die Frau war zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig.

Andreas Riedler, Staatsanwaltschaft Leoben

Psychiatrische Gutachten
Denn wie am Mittwoch bekannt wurde, ergab das psychiatrische Gutachten, das von der Staatsanwaltschaft Leoben in Auftrag gegeben wurde, keinerlei Hinweise darauf. „Sowohl der psychiatrische Sachverständige als auch die klinische Psychologin kamen zu dem Entschluss, dass zum Tatzeitpunkt keine schwerwiegende psychische Störung vorgelegen hat“, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Riedler, der „Krone“. Demnach war die 39-Jährige voll zurechnungsfähig, als sie ihren Sohn tötete.

Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Man erwarte noch das finale gerichtsmedizinische Gutachten und eine detaillierte DNA-Analyse des Tatorts, damit der Ablauf der Bluttat akribisch rekonstruiert werden könne. Und es bleibt die Frage, ob die Mutter vielleicht noch gestehen wird, warum der Elfjährige tatsächlich sterben musste.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt