Neue Spuren?

Suche nach Maddie: Spürhunde fanden Kleidungsreste

Ausland
06.06.2014 20:39
Auf der Suche nach neuen Spuren der kleinen Maddie haben portugiesische und britische Ermittler Anfang der Woche mit Bodenuntersuchungen in der Nähe der portugiesischen Feriensiedlung begonnen, aus der das Mädchen 2007 verschwand. Jetzt haben die Ermittler möglicherweise eine erste heiße Spur: Spürhunde entdeckten bei der akribisch durchgeführten Aktion Kleidungsreste, berichtete die britische "Sun" am Freitag.

Forensiker untersuchen laut dem Zeitungsbericht derzeit den Fund auf DNA-Material. Aus britischen Ermittlerkreisen wurde jedoch zu Geduld aufgerufen. Es könnte demnach Tage dauern, "bis wir wissen, wie wichtig die Fundstücke genau sind", so eine anonyme Quelle zur "Sun".

Bei der neuen Suche kommen neben Spürhunden auch Bodenradar und Bagger zum Einsatz. Die Grabungen an drei verschiedenen Orten in Praia da Luz sollten laut portugiesischen Medienberichten ursprünglich fünf bis sieben Tage dauern, die Aktion wurde aber mittlerweile um weitere sieben Tage verlängert.

Maddies Eltern: "Fortschritt macht uns Mut"
Die Eltern der seit sieben Jahren verschwundenen Maddie haben sich unterdessen hoffnungsvoll zu den Ermittlungen in Portugal geäußert. "Wir werden auf dem Laufenden gehalten über die Arbeit in Portugal, und der Fortschritt macht uns Mut", heißt es in einer Nachricht auf der Facebook-Seite der Kampagne, die mit "Gerry und Kate" unterschrieben ist.

Die Briten baten außerdem darum, keine Gerüchte und Spekulationen zu verbreiten, die auf falschen Presseberichten beruhten. Seit Montag suchen Ermittler Brachflächen nahe der Ferienanlage ab, wo die damals dreijährige Madeleine McCann 2007 während eines Familienurlaubs verschwand. Scotland Yard in London kommentiert die Ermittlungen offiziell nicht.

Scotland Yard will "Erwartungen niedrig halten"
Scotland-Yard-Beamter Mark Rowley wurde jedoch von lokalen Medien an der Algarve mit den wenig aufmunternden Worten zitiert: "Ich will die Erwartungen niedrig halten. Man sollte nicht interpretieren, dass man jetzt hier zwangsläufig zum Ende gelangt oder einen Durchbruch oder so etwas erzielt." Die Suche habe bisher "nichts Interessantes ergeben", hieß es auch von Seiten der portugiesischen Polizei.

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