Aufregung in Graz

Massen an Rattengift mitten in Siedlung ausgelegt

Steiermark
10.03.2026 05:00

Riesenaufregung: In einer großen Grazer Wohnsiedlung waren Dutzende Ratten-Giftköder ausgelegt worden. Was zu so heftigen Reaktionen geführt hat, dass die Aktion der beauftragten Firma sofort wieder abgebrochen wurde.

„Wir reden hier von einer Siedlung, in der Hunderte Familien leben, viele Kinder, eine Menge Hunde“, schildert eine der Anrainerinnen empört. „Und auf einmal lagen da, ohne Ankündigung oder Information, Rattenköder mit Gift. Sicher 50 bis 80 Rollen, lose, an Mauern, bei Türen, im Freien.“

Köder komplett frei zugänglich
Die Katzenbesitzerin ist fassungslos. „Nicht ,nur’ wegen der potenziell tödlichen Gefahr für die vielen Vierbeiner. Hier sind drei Kinderspielplätze, zwei Volksschulen, ein Kindergarten! Die Köder ließen sich auch einfach mitnehmen. Ich halte so etwas für verantwortungslos.“

Dutzende der Köder waren in diesem Bereich ausgelegt worden.
Dutzende der Köder waren in diesem Bereich ausgelegt worden.(Bild: zVg)

Erst nachdem sich viele Hausbewohner beschwert hätten, seien am nächsten Tag Zettel aufgehängt worden. „Meiner Information nach reicht das rechtlich nicht. Das muss vorab passieren. Und ich möchte auch wissen, welcher Anlassfall hier so eine Fülle an Ködern rechtfertigt. Von einer Rattenplage habe ich hier nämlich noch nie was gehört.“ Auch weitere Tierhalter sorgten sich natürlich auch um ihre Hunde.

Köder nach Beschwerden wieder eingesammelt
Die ausführende Firma erklärt auf „Krone“-Anfrage: „Wir wurden beauftragt, nachdem in drei der Häuser Ratten gesichtet wurden.“ Aber: „Wir haben die Köder jetzt allesamt wieder eingesammelt und entfernt. Obwohl die Aktion für einen Monat angelegt war.“ Warum? „Weil sich sicher ein Dutzend Bewohner aufgeregt hat, wir wurden auch beschimpft. Jetzt bekämpfen wir nur noch gezielt und punktuell.“

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Hier sind drei Kinderspielplätze, zwei Volksschulen, ein Kindergarten! Die Köder ließen sich auch einfach mitnehmen. Ich halte so etwas für verantwortungslos.

Eine Anrainerin

Was die zuständige ÖWG bestätigt: Die „präventive Auslegung“ hätte zu „starken emotionalen Reaktionen“ geführt. Selbstverständlich werde man die Situation aber weiter genau beobachten.

Sollte ein Haustier Gift erwischen, muss es, so raten die Veterinäre, bei Symptomen sofort in die Praxis gebracht werden. Das kann von blutigem Durchfall über Erbrechen bis zu Krämpfen reichen.

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