Die Nachfrage nach biologisch erzeugten Produkten übersteigt derzeit das Angebot. Mangels neuer Förderungen für Bauern ist der Bio-Neueinstieg derzeit aber mehr oder weniger auf Eis gelegt.
Produzieren im Einklang mit der Natur, Verzicht auf Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutz, artgerechte Tierhaltung sind die Grundpfeiler, und damit war „unser Weg nicht immer einfach. Er verlangt Mut, Idealismus und Durchhaltevermögen“, betont Thomas Gschier, Obmann von Bio Ernte Steiermark, beim Festakt zum Jubiläum. 1980 hatten sich 30 Betriebe zum Bio-Verband zusammengetan, „1990 waren es 100, 1994 schon mehr als 500“, schildert Geschäftsführer Sepp Renner. Mit dem EU-Beitritt und Förderungen („die Bio-Produktion kostet weit mehr als man an den Kunden weiter geben kann“) schoss die Zahl auf 2000, jetzt liegt diese bei 4000.
Bauern fehlt oft die Nachfolge
Es waren auch schon mehr, warum haben diese aufgehört? „Nur wenige gehen von Bio auf Konventionell zurück, das passiert höchstens bei einem Generationenwechsel. Die meisten finden, wie so viele Betriebe, keinen Nachfolger.“
Die Nachfrage nach Bioprodukten ist derzeit sogar höher als das Angebot, vor allem bei Hühnern, Eiern, Schwein und Rind.

Bild: Ina Högler
Die Nachfrage, die zu Coronazeiten hoch war, aber danach einen Einbruch erlitt, sei stetig steigend; plus 6 Prozent im Vorjahr. Renner: „Die Nachfrage nach Bioprodukten ist derzeit sogar höher als das Angebot, vor allem bei Hühnern, Eiern, Schwein und Rind.“
Ersatz aus dem Ausland: „Ein Fiasko“
Was auch viele Bauern zum Ein- oder Umstieg verlocken würde, das sei derzeit aber unmöglich, so Renner, „weil es aktuell keine neuen Förderungen gibt für zusätzliche Betriebe und das damit wirtschaftlich nicht rentabel wäre“. Um solche würde jetzt aber verhandelt.
Renner sieht rasch mehr Bio als unerlässlich an: „Wenn Supermärkte Bio-Produkte für ihre Kunden wollen und wir können nicht liefern, besorgen sie diese aus dem Ausland. Das wäre ein Fiasko.“
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