Leichte Entspannung
Nach Teilzahlung: Gazprom gewährt Kiew eine Frist
Gazprom hatte die Ukraine vor zwei Wochen aufgefordert, ihre Rechnungen wegen der ausstehenden milliardenschweren Zahlungen ab Juni im Voraus zu bezahlen. Kiew weigert sich aber weiterhin, den von Moskau veranschlagten Preis zu zahlen.
Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk betonte, die Ukraine werde die seit April verlangten 500 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Erdgas "niemals" akzeptieren. Kiew fordert wie in der Vergangenheit Rabatte für russische Gaslieferungen und will wie zuvor nur 268 US-Dollar bezahlen. Russland ist nun nach Angaben von Energiepolitikern bereit, sich auf 380 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter zu einigen.
Kiew: Moskau setzt Gas als "politische Waffe" ein
Die von der Pleite bedrohte Ukraine hatte jahrelang verbilligtes Gas aus dem Nachbarland erhalten, nach dem Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch im Februar strich Moskau jedoch die Rabatte. Die Ukraine wirft Russland daher vor, Gas als "politische Waffe" einzusetzen.
In dem Gasstreit stehen am Montag in Brüssel entscheidende Verhandlungen an. Bei einer Drosselung der Lieferungen an die Ukraine wäre auch die Gasversorgung für viele EU-Staaten infrage gestellt. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russische Gaslieferungen in die EU.
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