Sammler rettete Werk

Kunstmäzen bewahrt Pietà von toter Malergröße

Niederösterreich
03.03.2026 18:50

Die unbekannte Malergröße Professor Fritz Küffer gilt unter Kennern als „Egon Schiele des Traisentals“. Ein Sammler aus Kreisbach hütet eines seiner vergessenen Werke.

Irgendwann im Jahr 1950 – vielleicht sogar vor dem Karfreitag – hat Professor Fritz Küffer seine Pietà geschaffen“, schildert Kunstsammler Josef Renz, der in Kreisbach bei Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten eine Sammlung erlesenster Kunstwerke hütet. Freilich bestens per Alarm gesichert!

Doch zurück zu Küffer (1911 – 2001), einen Sohn der Stadt des Lilienporzellans. Renz hat einen Großteil des Nachlasses für die Nachwelt gerettet. Das vielleicht monumentalste und herausragendste Werk – Maria, die ihren toten Sohn in Armen hält, in Öl auf Hartfaserplatte. „Meinem verstorbenen Freund ist es gelungen, den ganzen Schmerz einer Mutter einzufangen, die von ihrem toten, eben erst vom Kreuz abgenommenen Kind Abschied nehmen muss“, beschreibt der Mäzen das Bild.

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Besonders die Hände des Gekreuzigten wecken Assoziationen zu Egon Schiele. Professor Küffer war jedenfalls ein ganz großer Künstler.

Kunstmäzen Josef Renz

Unnatürliche Verrenkung
Nicht minder berührt ihn und gerade in der Fastenzeit alle anderen Betrachter das entrückte Gesicht des Heilands, aus dem jedes Leben gewichen ist. Und da ist noch die unnatürliche Verrenkung des Körpers. Erst sie ermöglicht die Präsentation aller Wundmale Christi als ewige Symbole der Auferstehung.

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