Der angeschlagene britische Sportwagenbauer Aston Martin versilbert seine Namensrechte für die Formel 1. Diese gingen für 50 Millionen Pfund (gut 57 Mio. Euro) an die AMR GP Holdings, welche den Rennstall betreibt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Mit dem Geschäft verbessere Aston Martin seine Liquiditätslage. Die Zustimmung der Aktionäre steht zwar noch aus, allerdings haben Großaktionäre mit zusammen 54 Prozent der Stimmrechte ihr Placet bereits signalisiert.
Den Anteil am Formel-1-Team selbst verkaufte Aston Martin im März. Miteigentümer Lawrence Stroll hatte dem Unternehmen mit einer Geldspritze unter die Arme gegriffen.
Der Luxusautobauer, dessen Fahrzeuge in den James-Bond-Filmen zu Berühmtheit gelangten, steht derzeit massiv unter Druck. Im abgelaufenen Jahr lieferte das Unternehmen fast zehn Prozent weniger Autos aus als vor Jahresfrist. Der Verlust habe etwas unter dem unteren Ende der Spanne von 139 bis 184 Millionen Pfund gelegen, die Analysten bislang vorhersagen. Aston Martin hatte zuletzt im Oktober seine Entwicklungsausgaben gekappt und dies mit der „extrem niedrigen“ Nachfrage in China und dem Druck auf die Branche in den USA begründet.
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