Nachdem auch in der sechsten Verhandlungsrunde für die rund 90.000 Angestellten der IT keine Einigung erzielt werden konnte, haben die Betriebsratsvorsitzenden der Branche nun beschlossen, ein Zeichen in den Betrieben zu setzen. Zwischen 3. und 4. März werden erstmals Warnstreiks in der IT-Branche stattfinden.
„Wir haben immer wieder versucht, eine Lösung am Verhandlungstisch zu ermöglichen, doch das funktioniert nur, wenn auch tatsächlich beide Seiten daran interessiert sind“, sagt Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA. Stattdessen seien die Verhandlungen fünf Runden lang mangels Angebot der Arbeitgeber:innen verzögert und nun ein Minimalangebot vorgelegt worden. „Die Arbeitgeber müssen ihre Vorstellungen von einem möglichen Kompromiss deutlich nachbessern, damit eine vertretbare Lösung möglich wird“, betont die Gewerkschafterin weiter.
Arbeitgeber boten nur zwei Prozent, bei 3,5 Prozent Inflation
Konkret boten die Arbeitgeber zuletzt eine Erhöhung der Mindestgehälter um 2,5 Prozent und der IST-Gehälter um zwei Prozent an. Das würde einen Reallohnverlust bedeuten, denn die zugrunde liegende Inflation liegt bei 3,5 Prozent.
Bei der heutigen Betriebsratsvorsitzenden-Konferenz habe man deshalb gemeinsam beschlossen erstmals Warnstreiks in der IT-Branche abzuhalten, so Steiner: „Die Rückmeldungen aus den Betrieben waren überwältigend. Die Kolleginnen und Kollegen stehen hinter ihrem Verhandlungsteam und setzen den nächsten Schritt, um für eine faire Anerkennung ihrer Arbeit zu kämpfen!“ betont Steiner in Bezug auf die geplanten Warnstreiks.
Ringen um höhere Abschlüsse
Mit der jüngsten Demonstration der Gewerkschaft GPA vor der Wirtschaftskammer habe man bereits einmal gezeigt, dass der Druck der Beschäftigten wirkt Steiner: „Dank des Einsatzes aller Kolleginnen und Kollegen liegt nun erstmals ein Angebot zur Erhöhung der IST-Gehälter vor. Jetzt werden wir gemeinsam dafür kämpfen, dass endlich eine vertretbare Lösung am Verhandlungstisch möglich wird!“.
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