Ein Meter Neuschnee

Töchter in Panik: Bergrettung nach 12-Stunden-Tour

Niederösterreich
20.02.2026 10:30

Bei einem Meter Neuschnee entschied sich eine vierköpfige Gruppe aus Tschechien am Donnerstag zu einer Skitour am Dürrenstein (NÖ). Kurz vor dem Gipfel gerieten die beiden Töchter in Panik, der Vater musste einen Notruf absetzen. Zwecks der schlechten Planung wird nun geprüft, ob die Familie zur Kasse gebeten wird.

Die tschechische Familie sowie ein Begleiter suchten sich wohl den denkbar schlechtesten Zeitpunkt für ihre Skitour aus. Ein 50-Jähriger brach laut Polizei am Donnerstag in der Früh um 6 Uhr mit seinen 17 und 21 Jahre alten Töchtern sowie einem 22-jährigen Begleiter auf. Die Gruppe war mit Langlaufskiern unterwegs und nahm die Route über den Höllgraben zur Ybbstalerhütte, danach ging es weiter Richtung Gipfel.

Steile Abbrüche lösen Panik aus
Je höher die vier kamen, desto ausgesetzter wurde das Gelände. Steile Abbrüche sorgten schließlich für Panik bei den beiden jungen Frauen. Rund 100 Meter unter dem Gipfel griff der Vater um 18.45 Uhr zum Handy und wählte den Notruf.

Bei schwierigen Bedingungen mussten die Bergretter ausrücken.
Bei schwierigen Bedingungen mussten die Bergretter ausrücken.(Bild: LPD NÖ)
Gegen 23 Uhr erreichten die Bergretter schließlich die vierköpfige, tschechische Gruppe.
Gegen 23 Uhr erreichten die Bergretter schließlich die vierköpfige, tschechische Gruppe.(Bild: LPD NÖ)

Nach dem Notruf begann ein aufwendiger nächtlicher Rettungseinsatz. Bergretter sowie die Alpinpolizei machten sich trotz Sturm, Kälte und bis zu einem Meter Neuschnee auf den Weg ins unwegsame Gelände. Insgesamt 16 Mitglieder der Bergrettung und zwei Beamten der Alpinen Einsatzgruppe kämpften sie sich Schritt für Schritt nach oben.

Person von Bergrettern getragen
Erst gegen 23 Uhr erreichten sie die vier tschechischen Staatsbürger. Der Abstieg über die Legsteinhütte und die Ybbstalerhütte wurde zur Kraftprobe. Eine Person war so erschöpft, dass sie zeitweise getragen werden musste, ehe die Gruppe um 2.30 Uhr früh wieder den Ausgangspunkt erreichte.

Da die Tourenplanung sowie die Ausrüstung und das Zeitmanagement schlecht durchdacht waren, wird die Familie womöglich zur Kasse gebeten. Die Polizei prüft derzeit die Verrechnung. 

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