Eine neue Bahn-Ära bricht in der Steiermark an: Die private Westbahn nimmt ab 1. März auch Kurs auf den Süden und fährt auf der Strecke zwischen Wien und Villach. Konkurrenz belebt das Geschäft: Dieses Sprichwort könnte in diesem Fall absolut zutreffen – und für Kunden positive Folgen haben.
Bisher waren die ÖBB in der Steiermark vor allem beim Fernverkehr der unantastbare Platzhirsch. Doch nun wagt sich auch die Westbahn in den Süden und fährt ab dem 1. März vorerst dreimal täglich die Strecke zwischen Wien und Villach, ab Ende Mai dann auch fünfmal pro Tag. Die Westbahn verzichtet dafür auf ihre Doppelstockwaggons und kauft um 120 Millionen Eurodrei einstöckige Garnituren vom Schweizer Hersteller Stadler.
„Wir glauben, dass es sich rechnet“, sagt Geschäftsführer Marco Ramsbacher vor wenigen Tagen im Interview mit der „Krone“. Auch wenn die ÖBB auf der Südstrecke subventioniert werden (was auf der Weststrecke nicht der Fall ist), sieht sich die Westbahn konkurrenzfähig und plant, spätestens im dritten Jahr profitabel zu sein. Wenn ab 2029/2030 auch der Semmeringtunnel eröffnet wird, will die Westbahn ohnehin die Zahl der Verbindungen und Halte stark ausbauen – und auf „Doppeldecker“-Modelle umsteigen.
Aus Kundensicht ist all das zu begrüßen. Die Westbahn stellt selbstbewusst einen hohen Qualitätsanspruch, die Geschäftsführer sagen: „Wir werden neue Maßstäbe setzen.“ Natürlich ist da auch viel Marketing zum Markteintritt dabei – wenn aber das Monopol aufgebrochen wird und neue Konkurrenz die Nummer 1 herausfordert, sollten die Folgen für die Passagiere positiv sein. Bei den Preisen, aber auch beim Reisekomfort.
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