Schreckliche Fälle

Kinder getötet: Schwarze Serie schockt ganzes Land

Österreich
19.02.2026 21:13

Tragische Gewalttaten an kleinen Kindern in Österreich – bereits vier Fälle gab es in diesem jungen Jahr. Die „Krone“ fasst den Stand der Ermittlungen zusammen.

Burgenland: Überwachungskamera zeichnet Horrortat auf
Sie ist 17 Jahre jung! Die Mutter des getöteten und wie Müll an der Grenze zu Ungarn abgelegten Babys wurde verhaftet. So wie drei Komplizen.

Mitte Jänner hatte der traurige Tod des kleinen Mädchens in der Eiseskälte an der burgenländisch-ungarischen Grenze in Nickelsdorf weit über Österreich hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Reisende hatten das Neugeborene schon auf heimischem Staatsgebiet in einer Tasche neben dem Abfalleimer gefunden. Die Obduktion ergab Gewalteinwirkung gegen den Kopf: Schädel-Hirn-Trauma. Die Kleine wurde also erschlagen.

Wie die „Krone“ berichtete, hatte eine Überwachungskamera die Horrortat aufgenommen! Darauf zu sehen: wie eine junge Frau aus einem rumänischen Fahrzeug steigt, aus dem toten Winkel des elektronischen Auges tritt und dann nach einigen Minuten – zur Geburt und zur sofortigen Tötung des Babys dürfte es vor Ort am Grenzübergang in einer Toilette gekommen sein – hektisch wieder zurückkehrt. Dann wird der leblose Körper wie Müll abgelegt – und die Fahrt geht weiter, als ob nie etwas passiert wäre.

Akribische Ermittlungen der Mordgruppe des Landeskriminalamtes Burgenland sowie der Staatsanwaltschaft Eisenstadt führten aufgrund der Auswertung der Videoaufnahmen rasch auf die Spur mehrerer Verdächtiger. Jetzt, vier Wochen später, klickten für eine 17-jährige rumänische Jugendliche als Mutter des getöteten Mädchens in Deutschland die Handschellen. So wie ebendort für zwei Landsfrauen und einen Landsmann in Rumänien. Gegen die drei mutmaßlichen Komplizen bestand wegen möglicher Beitragstäterschaft eine europaweite Festnahmeanordnung.

Die heimischen Behörden warten jetzt auf die Auslieferung des in Übergabehaft sitzenden Quartetts. Erst durch die Verhöre hier erhofft man sich nähere Details zu den Hintergründen der schockierenden Tat.

Zudem soll ein Gutachten klären, wie und ob die junge Rumänin in einem psychischen Ausnahmezustand handelte. Laut österreichischer Rechtssprechung drohen einer Mutter, „die das Kind während der Geburt, oder solange sie noch unter der Einwirkung des Geburtsvorganges steht, tötet“, eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Da es sich um eine Jugendliche handelt, wird das Strafmaß sogar halbiert! Erst kürzlich wurde eine 22-Jährige, die ihr Baby ebenso gleich nach der Geburt auf einer Hoteltoilette erwürgt hatte, im Wiener Landesgericht zu 16 Monaten bedingt verurteilt. Sie durfte nach Hause gehen.

Die rumänischen Komplizen der erst 17-jährigen Mutter könnten für die Beihilfe sogar höhere Gefängnisstrafen als die eigentliche Täterin ausfassen.

Ermittler bei der Tatortarbeit: Auch hier kam es zur Schock-Tat.
Ermittler bei der Tatortarbeit: Auch hier kam es zur Schock-Tat.(Bild: Attila Molnar)

Niederösterreich: „Das Kind könnte erstickt worden sein“
„Sie war zu so was doch nie im Leben fähig“ – einen Tag nach der Tragödie im nördlichen Niederösterreich steht die Stadt unter Schock. Niemand kann und will glauben, dass die 29-Jährige ihren geliebten Sohn getötet hat.

Der Mann hat seine Hände tief in die schwarzen Jackentaschen gesteckt und schüttelt fassungslos den Kopf. Eine „nette, zuvorkommende Frau, eine liebende Mama“ sei sie gewesen. Niemand beim „Krone“-Lokalaugenschein an diesem eisigen Donnerstag im nördlichen Niederösterreich kann sich nur annähernd erklären, was sich Mittwochnachmittag hinter der Tür der Familienwohnung abgespielt haben soll.

Sie, die hübsche Mama des 15 Monate alten Manuel (Name geändert), soll ihr Kind am Aschermittwoch aus Verzweiflung getötet haben. Wie berichtet, entdeckte der Vater (32) des Kleinen den toten Sohn – neben ihm lag die schwer verletzte Mama, die versucht haben soll, sich mit einem Messer das Leben zu nehmen. Um 16.47 Uhr schlug der Familienvater bei der örtlichen Polizei Alarm.

Wie Manuel ums Leben kam, soll eine von der Staatsanwaltschaft Krems angeordnete Obduktion klären. Denn äußere Gewalteinwirkung am Körper des Kleinen sei nicht ersichtlich. Ein schlimmer Verdacht eines Ermittlers: „Das Kind könnte erstickt worden sein.“ Ein plötzlicher Kindstod wird ausgeschlossen.

Immerhin sollen mehrere Abschiedsbriefe der Frau in der Wohnung gefunden und sichergestellt worden sein. Manuel ist tot – seine Mama lebt, sie befindet sich weiterhin im Krankenhaus, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

Wer ist sie, diese Frau, die in der Stadtgemeinde kollektiv von außen als „positiver Mensch“ gesehen wurde – aber offenbar mit inneren Dämonen zu kämpfen hatte? In sozialen Medien kuschelt sie mit ihrem Sohn, sitzt auf Blättern am Waldboden und genießt den Augenblick. Die Bilder der zarten Füße des Kleinkindes zeigen, wie liebevoll mit ihm umgegangen worden sein muss, wie viel Zeit die 29-Jährige in ihr Kind investiert hat ... Ein Nachbar berichtet von einem „schönen, jungen Paar, das liebevoll miteinander umgegangen ist und nie gestritten hat“.

Der betroffene Bürgermeister, selbst Papa von drei Kindern, findet nur schwer Worte: „Wir sind alle schockiert, nur so kann man das zusammenfassen.“

Ähnliche Fälle in Tirol und in der Steiermark
Ähnlich kann man die beklemmende Stimmung im steirischen Leoben und im Nobel-Skiort Kitzbühel (Tirol) beschreiben. In jenen Gemeinden, in denen ebenfalls Kinder gewaltsam den Tod fanden, weil es die eigenen Mütter mutmaßlich so wollten. In der Steiermark starb ein elfjähriger Bub durch zig Messerstiche, seine Mama (39) überlebte. Und in Tirol erhängte sich die Mutter (41) in der Familienwohnung, nachdem ihr fünf Jahre alter Bub tot war. Auch bei ihm konnten keine augenscheinlichen äußeren Verletzungen festgestellt werden – wie bei dem 15 Monate alten Manuel.

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