Die Pipeline von Russland nach China soll 2018 stehen. Beobachter sehen die Einigung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt. Denn Moskau ist wegen der Sanktionsdrohungen aus dem Westen auf der Suche nach neuen Abnehmern. So musste Putin nun doch beim Preis für China nachlassen.
Das neue Abkommen in Schanghai könnte andererseits nun Putins Position im Gasstreit mit der Ukraine und der EU stärken. Für nächsten Montag ist ein weiteres Spitzengespräch zwischen EU, Ukraine und Russland geplant.
Der Gazprom-Konzern droht wegen der Schulden damit, vom 3. Juni an kein Gas mehr in die Ukraine zu pumpen. Dies könnte dann auch den Westen treffen, denn die vor dem Staatsbankrott stehende Ukraine ist wichtiges Transitland für russisches Gas.
EU-Barroso mahnt bei Putin Lieferpflicht ein
Die EU erwartet von Russland die Einhaltung der Lieferverpflichtungen. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso schrieb im Namen aller 28 EU-Regierungen an Putin, Russland habe sich verpflichtet, die Gaslieferungen während der Dreier-Verhandlungen nicht zu unterbrechen: "Ich erwarte, dass Russland diese Verpflichtung einhält."
Neuer 3er-Pakt in Asien lässt USA vor der Tür
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte bei den Treffen von 24 asiatischen Staaten in Schanghai eine neue Sicherheitsstruktur in Asien. Diese sollte ohne die USA auskommen, dafür jedoch Russland und den Iran miteinbeziehen, sagte Xi bei einem Treffen der asiatischen Sicherheitskonferenz in Schanghai. Zugleich rief Xi Jinping zu einem gemeinsamen Kampf der asiatischen Länder gegen Separatismus, Extremismus und Terrorismus auf.
Der chinesische Staatschef erwähnte nicht die jüngsten Konflikte mit Vietnam, Japan und den Philippinen. Diese drei Länder setzen auf eine verstärkte Anwesenheit der USA als Gegengewicht zu China.
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