03.01.2006 06:58 |

Hochwasser

Kalifornier auf der Flucht vor Überschwemmungen

Angesichts der durch schwere Niederschläge ausgelösten Überschwemmungen hat der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger in mehreren nördlichen Regionen des US-Bundesstaats den Ausnahmezustand verhängt. Besonders schwer betroffen waren die Weinanbaugebiete Napa und Sonoma, wo rund 4000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

In der Region San Francisco wurden seit Sonntag zwei Menschen von entwurzelten Bäumen erschlagen. In Los Angeles starben drei Autofahrer, als ihr Fahrzeug in einen anschwellenden Fluss stürzte.

Die Behörden rechneten in Nordkalifornien mit Schäden in Millionenhöhe. Allein in Napa wurden rund 750 Häuser beschädigt, in San Anselmo waren es rund 180. Die Lage begann sich am Montag leicht zu entspannen, das schlechte Wetter zog allerdings in den Süden Kaliforniens weiter.

Die Wetterdienste gaben für die Region um Los Angeles, in der es um diese Jahreszeit normalerweise kaum regnet, eine Überschwemmungswarnung aus. Die Behörden warnten vor Erdrutschen.

Im Auto gefangen
Rettungskräfte hatten am Samstag zahlreiche Menschen aus ihren von Hochwasser eingeschlossenen Häusern in Sicherheit gebracht. Eine junge Frau in Sacramento, die mit ihrem Fahrzeug in reißende Fluten geraten war, musste von einem Hubschrauber gerettet werden. CNN berichtete von einer anderen Frau, die 90 Minuten in ihrem Auto gefangen war.

Wasser stieg bis zu vier Meter
Der Wasser in mehreren kalifornischen Flüssen - wie dem "Russian River" - stieg bis zu vier Meter über die Normalwerte. Auf manchen Straßen in den Weinbauregionen bei Napa und Sonoma konnten die Bewohner am Sonntag nur mit dem Kanu und mit Schlauchbooten fahren.