Geopolitischer „Konflikt“ im Unteren Mühlviertel am Faschingsdienstag: Um Verwirrungen zu vermeiden, schlug der Liebenauer Ortschef vor, die ganze Lichtung zu übernehmen. Weil das die Nachbarn nicht hinnehmen wollten, wird nun bei Gulasch auf der Grenzbrücke über die „Ansprüche“ verhandelt.
Gugu – ein kurioser Flurname, der sich mit einer Wetterstation und eisigen Rekordtemperaturen bundesweite Bekanntheit gesichert hat. Doch die politische Zugehörigkeit der verstreuten Häuser und Höfe ist kompliziert: Der südliche Teil samt Wetterstation gehört zu Liebenau in Oberösterreich, nördlich der Schwarzen Aist liegt die Gemeinde Sandl. Die Häuser im Osten gehören gar zum niederösterreichischen Bad Großpertholz.
Verhandlung auf Brücke
Um damit aufzuräumen, unterbreitete der Liebenauer Bürgermeister August Reichenberger – wie berichtet – den scherzhaften Vorschlag, ganz Gugu zu übernehmen. Weil das die Nachbarn nicht hinnehmen konnten, finden am Faschingsdienstag erste Verhandlungen mit Delegationen aller drei Gemeinden statt.
„Weisen Gebietsanspruch zurück“
„Um zehn Uhr treffen wir uns auf der Brücke über der Aist. Ich habe Bad Großpertholz um diplomatische Unterstützung in den Friedensverhandlungen ersucht“, lacht der Sandler Bürgermeister Gerhard Neunteufel. „Wir weisen den Gebietsanspruch der Liebenauer aufs Schärfste zurück“, schmunzelt Manfred Grill, Ortschef von Bad Großpertholz.
Heißes Gulasch, „mildes“ Wetter
Es wird heiß hergehen – auch, weil ein neutraler Landwirt die Versorgung mit frischem Gulasch zugesichert hat. Weniger brutal wird das Wetter sein: Während das Quecksilber der Messstation in der Nacht auf Montag eisige -18,1 Grad fiel, waren es am Nachmittag wieder fast frühsommerliche 2 Grad Celsius.
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