Wie haben wir das doch nur vermisst. Ironie off! Erstmals nach vier Spielen waren am Sonntag bei einem Wiener Fußball-Derby wieder Gäste-, diesfalls Rapid-Fans im Stadion erlaubt. Und, man glaubt es kaum: Schon flogen Raketen aufs Spielfeld.
Praktisch sämtliche Experten waren sich einig gewesen: Ohne Gäste-Fans ist ein Derby kein echtes Derby. Hieß es – mehr oder weniger – unisono. Wegen diverser Fehlverhalten waren die letzten vier Wiener Derbys jeweils ohne Gäste-Fans über die Bühne gegangen. Am Sonntag dann die Erlösung. Endlich wieder Gäste-Fans.
Knistern im Austria-Stadion
Endlich wieder echte Derby-Atmosphäre, „Sky“ berichtete im Vorfeld vom Knistern im Austria-Stadion. Gut so, denn die Gäste-, in diesem Fall eben Rapid-Fans müssten doch jetzt wirklich aus der Vergangenheit gelernt haben. Wann, wenn nicht jetzt, hätten sie die Botschaft verstanden. Es geht schließlich um den Fußball und sonst nichts.
Hatte man glauben können. Denn dann kam die Schlussphase des Derbys am Sonntag. Ja, der Auftritt der Rapid-Mannschaft war alles andere als Optimismus-streuend. Ja, der Frust der Rapid-Fans verständlich. Aber Raketen aufs Spielfeld? Ja, auch das wurde leider traurige Realität.
Die Konsequenz: Schiri Hameter brach das Spiel ab. In Minute 90. Raketen flogen weiter aufs Spielfeld. Das Referee-Team schickte die Mannschaften in die Kabine – Gesamtsituation zu gefährlich. Verrückt. Aber Derby-Realität.
Tatsächlich ging es nach etwa 15-minütiger Unterbrechung weiter. Das Regelwerk hatte es erfordert. Zumindest wurde das Match zu einem gütlichen Ende gebracht. Ganz im Gegensatz zum Fan-Verhalten.
Der Ordnung halber: Dezent gezündelt wurde auch im Austria-Fan-Sektor – wenn auch vermutlich aus anderen Intentionen heraus und auf anderem Niveau. Wohl ging es den Veilchen-Supportern darum, ihrer Freude in Form eines Jubel-Feuerwerks zu verleiehen, die Objekte wurden in die Höhe, nicht bewusst auf den Rasen gefeuert. Gleichzeitig ist auf diversen Video-Schnipseln auch zu sehen, wie sich die vor dem Fan-Sektor jubelnden Spieler teils wegdrehten, um sich vom niederprasselnden „Feuerwerksregen“ zu schützen.
Immerhin: Zumindest Brandlöcher im Rasen sind in Austria-Sektor-Nähe nicht übermittelt – in Rapid-Sektor-Nähe sehr wohl, wie etwa diese Fotos zeigen:
Eine feurige Angelegenheit, das Wiener Derby. Unnötig feurig.
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