Vorwürfe in Ungarn
EU-Parlamentarier soll für Moskau spioniert haben
Ausland
16.05.2014 08:52
Der ungarische EU-Parlamentarier Bela Kovacs wird laut einem Zeitungsbericht in seiner Heimat verdächtigt, für Russland spioniert zu haben. Die ungarische Staatsanwaltschaft habe bestätigt, dass sie bei EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Aufhebung der Immunität von Kovacs beantragt habe, berichtete die regierungsnahe Tageszeitung "Magyar Nemzet" am Donnerstag.
Kovacs, der für die rechtsradikale Partei Jobbik bei der Europawahl auf dem dritten Listenplatz kandidiert, wies die Vorwürfe umgehend zurück. Er verlangte, vor dem Sicherheitsausschuss des ungarischen Parlaments öffentlich angehört zu werden.
Wegen welcher konkreten Straftat gegen den Jobbik-Mann ermittelt werde, hätten die Ankläger nicht mitteilen wollen, schrieb "Magyar Nemzet" weiter. Aus der Staatsanwaltschaft habe es lediglich geheißen, es gehe um ein Verbrechen, das mit zwei bis acht Jahren Freiheitsentzug bestraft werden könne.
Jobbik pflegt enge Beziehungen zur russischen Regierung. Zahlreiche Experten vermuten, dass der russische Präsident Wladimir Putin gezielt über Kontakte zu Rechtsextremen die EU destabilisieren wolle.
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