Nach Grubenunglück
Türkei: Größte Gewerkschaft tritt in den Streik
Ausland
15.05.2014 08:29
Aus Protest gegen die Privatisierungspolitik der Regierung hat die größte Gewerkschaft in der Türkei nach dem Grubenunglück zum Streik aufgerufen. Für Donnerstag wurden alle 240.000 Mitglieder der Gewerkschaft KESK für die Arbeiter und Angestellten im Öffentlichen Dienst aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen.
"Diejenigen, die Privatisierungen vorantreiben und zur Kostenreduzierung die Leben von Arbeitern aufs Spiel setzen, sind die Schuldigen des Massakers von Soma und müssen zur Rechenschaft gezogen werden", teilte die KESK mit.
Nach dem schweren Grubenunglück in der Türkei ist die Zahl der Toten mittlerweile auf 282 gestiegen. Es wird aber befürchtet, dass noch zahlreiche weitere Bergarbeiter unter Tage in der tödlichen Falle stecken. Zum Zeitpunkt des Unglücks am Dienstag waren nach offiziellen Angaben 787 Kumpel in der Grube.
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