Bluttat in Texas

Vater erschießt Tochter nach Streit über Trump

Ausland
11.02.2026 14:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Familienbesuch hat im US-Bundesstaat Texas ein tödliches Ende gefunden: Die Britin Lucy Harrison hatte kurz vor ihrer Abreise einen Streit mit ihrem Vater, bei dem es um US-Präsident Donald Trump wegen seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs ging. Wenig später wurde die 23-Jährige von dem Texaner erschossen – dieser behauptet, dass es ein Unfall gewesen sei.

Lucys Vater, Kris Harrison, war in die USA ausgewandert, als sie noch ein Kind war. Die 23-Jährige besuchte ihn im Jänner 2025 in seiner neuen Heimat – eine Entscheidung mit fatalen Konsequenzen. 

Denn die Britin und der glühende Trump-Unterstützer gerieten in einen heftigen Streit: Hintergrund waren die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den US-Präsidenten, wegen der der der Republikaner auch verurteilt wurde. Wie ihr Freund, der die junge Frau in die USA begleitet hatte, berichtete, habe sie ihren Vater gefragt: „Wie würdest du dich fühlen, wenn ich das Mädchen in dieser Situation wäre und sexuell angegriffen worden wäre?“

In diesem Beitrag ist ein Foto von Lucy und Kris Harrison zu sehen: 

Vater erklärte, er habe noch andere Töchter
Doch den Vater schien diese Argumentation nicht zu berühren: Er erklärte, dass er noch zwei weitere Töchter habe, die bei ihm lebten, sodass ihn das daher nicht so sehr aufregen würde. Diese Antwort machte Lucy wohl wütend und sie stürmte ins obere Stockwerk. Nur eine halbe Stunde, bevor sie abreisen sollte, führte sie ihr Vater schließlich in sein Schlafzimmer. Nur 15 Sekunden später sei ein Schuss gefallen, wie Lucys Freund berichtete.

Die Polizei ermittelte daraufhin wegen des Verdachts des Totschlags – doch der Texaner kam ohne Strafverfahren davon. Er erklärte, dass er unter Alkoholproblemen litt und am Tag des tödlichen Schusses einen Rückfall erlitten habe. Er habe seiner Tochter nur die halbautomatische Glock-Pistole zeigen wollen, die er in seinem Nachttisch aufbewahrte, behauptete Harrison.

„Als ich die Pistole hob, um sie ihr zu zeigen, hörte ich plötzlich einen lauten Knall. Ich verstand nicht, was vorgefallen war. Lucy fiel sofort zu Boden“, schilderte er den Vorfall. Er könne sich nicht erinnern, dass sein Finger überhaupt am Abzug war. Eine Polizistin, die nach dem Vorfall im Haus in Prosper in der Nähe von Dallas ermittelte, erklärte, dass der Atem des Schützen nach der Tat nach Alkohol roch.

Bei einer gerichtlichen Untersuchung kam eine Grand Jury schließlich zu dem Schluss, dass die Beweislage nicht ausreichte, um jemanden in Zusammenhang mit dem Tod der Britin anzuklagen. Harrison war persönlich nicht vor Ort, ließ aber von seinen Anwälten eine Erklärung vorlesen. „Ich kann das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber ich kann Lucy ehren, indem ich der bestmögliche Vater für ihre Schwestern bin und ihr Andenken in allem, was wir tun, weitertrage“, erklärte der Texaner darin.

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