Abschied. Nach 16 Jahren, vielen Hoffnungen und einigen bitteren Enttäuschungen. Was das Lebewohl auch nicht einfacher macht. Aber die 33-jährige Conny Hütter will und wird heute beim Super-G der Damen der Spiele von Mailand/Cortina ohne auch nur einen Funken Sentimentalität im Starthaus stehen: „Nein. Ich werde mit einem Grinser da oben sein, tauch mit Überzeugung ein und habe eine Freude dabei.“
Die Steirerin, die als „Conny Karacho“ auf den Weltcup-Pisten für Furore gesorgt hat, wird am Donnerstag ihr letztes Rennen bei Olympia bestreiten. Es wird das achte im Zeichen der Ringe sein – und es ist ihre letzte Chance auf Erfüllung in Form von Edelmetall. In den sieben Rennen seit ihrem Debüt in Sotschi 2014 (24. in der Abfahrt) war das Podium bei vier Spielen zwar oft in scheinbarer Griffweite, so richtig geklappt hat es aber nie. Hütter schaffte fünf Top-10-Plätze – am Sonntag bei der Abfahrt auf der Tofana kam sie dem Olympia-Stockerl bis 27 Hundertstel nahe. So wie noch nie! Nach dem Rennen, nach all dem Rummel und den Interviews brach der Frust aus Hütter heraus, weinte sie bittere Tränen: „Das musste sein. Wenn ich das nicht lebe, bin ich fehl am Platz!“
Der Teambewerb mit Katharina Truppe brachte auch nicht die Erlösung – Platz fünf. „Auch wenn wir uns sehr mit den beiden Goldenen gefreut haben, a bissl ang’fressen waren wir da natürlich schon“, gab sie zu.
Von einer offenen Rechnung mit Olympia will Conny dennoch nichts hören: „Mit diesem Gedanken bin ich nicht nach Cortina gekommen. Ja klar, ich hätte gern eine Medaille. Aber so geht’s jeder am Start. Es ist ein Traum und jede hofft, dass dieser Traum zur Wirklichkeit wird ...“
„Körndln werden weniger“
Immerhin. Im Super-G ist ihr in Cortina in elf Rennen einmal der Sprung aufs Podest gelungen (2023). Zudem stimmt sie das Top-Material bei der Abfahrt und bei der Team-Kombi zuversichtlich. Philipp Geiger (macht auch Ariane Rädlers Ski) hat die Tofana im Griff: „Es schiebt gewaltig an“, lobten Hütter und Rädler.
Dass die Belastung schon recht groß ist, spürte Hütter bereits bei der Kombi-Abfahrt: „Die Körndln werden weniger“, stellte die Steirerin fest, hat aber ein echtes „Geheimrezept“ mitgebracht: „Ich hab ein Kernöl mit. Mit einem guten Salat - dann passt das.“
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