Hoffnung in Südsudan
Konfliktparteien vereinbarten Waffenstillstand
Der Chefunterhändler des ostafrikanischen Staatenblocks IGAD, Seyoum Mesfin, begrüßte die Vereinbarung zur "Beendigung des Kriegs". Die Konfliktparteien einigten sich nach Angaben Mesfins auch auf die Bildung einer Übergangsregierung sowie Neuwahlen. Ein Termin für die Abstimmung sei aber nicht festgelegt worden. Das Abkommen sieht den Angaben zufolge auch die Einrichtung eines humanitären Korridors sowie die Zusammenarbeit mit der UNO vor, um mehr als fünf Millionen Menschen die nötige Hilfe zukommen zu lassen.
"Jetzt, nachdem wir dieses Dokument unterzeichnet haben, möchte ich allen versichern, dass die Partei und die Armee, die ich führe, die Vereinbarung auch in die Tat umsetzen werden", erklärte Kiir. "Die Menschen im Südsudan brauchen keinen Krieg mehr." Auch Machar sprach von einem "sinnlosen Krieg". Das Land war erst 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit dem Sudan unabhängig geworden.
Gemeinsames Gebet nach Einigung der Konfliktparteien
Kir und Machar waren in Addis Abeba erstmals seit Ausbruch der Gewalt zu direkten Gesprächen über ein Ende der Gewalt zusammengetroffen. Nach stundenlangen Verhandlungen schüttelten sich die Kontrahenten vor laufenden Kameras die Hände. Anschließend beteten sie gemeinsam.
Der Südsudan ist erst seit Mitte 2011 unabhängig vom Sudan. Ein seit Langem schwelender Machtkampf zwischen Präsident Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Machar war im vergangenen Dezember eskaliert. Die politische Rivalität zwischen den beiden Politikern wird dadurch verschärft, dass sie unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Seit Beginn der Kämpfe wurden Tausende Menschen getötet. Mehr als 1,2 Millionen Zivilisten befinden sich auf der Flucht. Die UNO wirft beiden Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.
Beobachter prognostizieren brüchigen Frieden
Beobachter glauben aber, dass die Wiederherstellung von Frieden und Ordnung in dem Land sehr schwierig sein wird. Trotz einer im Jänner ausgehandelten Waffenruhe ging die Gewalt zwischen Regierungstruppen und Rebellen vor allem in den ölreichen Bundesstaaten Oberer Nil, Unity und Jonglei unvermindert weiter.
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