Mit einem Paukenschlag endete ein Online-Meeting des Tageselternzentrums Salzburg am Montagabend: Entweder 83 Tageseltern verzichten auf 20 Prozent Gehalt oder sie werden gekündigt. Turbulent ging es am Mittwoch weiter: Bereits 50 der Mitarbeiter schlagen dieses Angebot aus. 240 Kinder im Land Salzburg würden so ihre Betreuung verlieren ...
„Es sind bereits 50 oder mehr Tageseltern, die angekündigt haben, diesen Gehaltsverzicht nicht zu akzeptieren“, bestätigt Daniela Kandler gegenüber der „Krone“. In einer Betriebsversammlung des Tageselternzentrums (TEZ) kristallisierte sich also Widerstand gegen die geplante Lohnkürzungswelle heraus, wie die Betriebsratsvorsitzende Kandler schildert.
83 Mitarbeiter zur Kündigung vorangemeldet
Worum geht es? Die Geschäftsführerin des TEZ, Corinna Schober, informierte Montagabend in einer Online-Sitzung der Tageseltern 83 Mitarbeiter darüber, dass sie beim Arbeitsmarktservice (AMS) bereits zur Kündigung vorangemeldet werden. Einziger Ausweg sei, auf 20 Prozent des Gehaltes zu verzichten, welcher in einer Betriebsvereinbarung zugesichert sei.
Schober erklärte gegenüber der „Krone“: „Ich hoffe, dass alle oder so viele wie möglich diesen Gehaltsverzicht akzeptieren. Das macht mir auch keinen Spaß, aber es ist der einzige Ausweg aus dieser Situation.“ Die Hoffnung der Geschäftsführerin dürfte sich aber zerschlagen: Mindestens 50 Mitarbeiter würden diesen Gehaltsverzicht nicht akzeptieren.
Drei Forderungen
Laut Gewerkschaft wurden drei klare Forderungen mit breiter Mehrheit in dieser Versammlung beschlossen: die sofortige Rücknahme der Kündigungsandrohungen, die Beibehaltung der Zulage für Sonderausbildungen und langer Dienstzugehörigkeit, sowie die sofortige Aufnahme von Gesprächen über einen Sozialplan.
Über 400 Kinder werden von den 83 betroffenen Tageseltern betreut. Ein Wegfall von mehr als 50 Betreuern würde 240 Kinder und deren Eltern im Regen stehen lassen.
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