Obduktion angeordnet
Rätsel um Gurlitts Tod: Leiche beschlagnahmt
"Um Fremdverschulden ausschließen zu können, wurde die Obduktion angeordnet. Wir wollen auf Nummer sicher gehen", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus–Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, gegenüber dem Blatt.
War Arzt bei Gurlitts Tod dabei?
Nach einer Mitteilung seiner Betreuer war Gurlitt in seiner Münchner Wohnung im Alter von 81 Jahren an einem Herzversagen gestorben. "Als Herr Gurlitt friedlich eingeschlafen ist, war ein Arzt bei ihm. Sechs Stunden später sollte der Tod protokolliert werden. Dazu kam es aber nicht mehr, weil die Todesnachricht inzwischen bekannt geworden war und die Polizei das Gebäude abgeriegelt hatte", erklärte der Sprecher des Kunstsammlers, Stephan Holziger, gegenüber der "Bild".
Doch die Staatsanwaltschaft bestreitet diese Angaben. Ein Arzt sei demnach bei Gurlitts Tod nicht anwesend gewesen. Sollte bei der Obduktion keine genaue Todesursache festgestellt werden, könnte laut der Behörde auch ein toxikologisches Gutachten erforderlich werden. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses dürfte es dann allerdings mehrere Wochen dauern.
Gesamte Kunstsammlung geht an Museum in Bern
Erst danach wird der Leichnam freigegeben. Dann könnte er auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof, wo sein Vater Hildebrandt ruht, begraben werden, nehmen Gurlitt-Experten an. Was mit dem Erbe des Kunstsammler geschehen wird, steht unterdessen fest: Der 81-Jährige vermachte in seinem Testament seine gesamte Sammlung dem Kunstmuseum in Bern in der Schweiz (siehe Story in der Infobox).
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