Zur Zeit des Kalten Krieges grub sich das Bundesheer im Leithagebirge an der Grenze zwischen dem Burgenland und Niederösterreich ein. Jetzt bietet ein Bunker von damals erneut Rückzugsgelegenheit in unsicheren Zeiten.
Während draußen Krisen, Blackouts und Kriege wie dunkle Schatten über der Welt liegen, findet sich am Fuße des Leithagebirges bei Hornstein im Grenzgebiet zwischen dem Burgenland und Niederösterreich ein Ort, der dieser Weltuntergangsstimmung trotzt. Die ungewöhnliche Immobilie ist wie geschaffen, um unterzutauchen – im wahrsten Sinn des Wortes. Denn es handelt sich um eine Bunkeranlage des Heeres aus den 1960er-Jahren, errichtet mitten im Kalten Krieg. Diese sucht um 55.000 Euro nun einen neuen Besitzer – und wirkt heute aktueller denn je.
Inmitten grüner Idylle
Von außen ist es idyllisches Grünland, rund 1000 Quadratmeter Natur, uneinsichtig und ruhig. Darunter erstrecken sich zwei unterirdische Betongeschosse, vier kompakte Räume, verbunden durch Gang und Stiegen, insgesamt 40 Quadratmeter Nutzfläche. Kein Luxus – aber alles da, was man braucht, wenn es ernst wird: Stromaggregat mit Batterien, elektrische Lüftung, Holzofen. Und für den Fall der Fälle alles doppelt: Ersatz-Aggregat, Schaltkasten, Ventilator, kompletter Batteriesatz.
Kompromisslose Funktionalität
Gedacht war die Anlage einst für den Ernstfall zwischen Ost und West. Heute spricht sie Liebhaber außergewöhnlicher Immobilien an. Der Bunker kann als Lager, Rückzugsort oder Projekt mit historischem Charakter genutzt werden. Die Widmung bleibt Grünland, „der Charakter kompromisslos – und zwar funktional, abgeschirmt, still. Und doch ist man erstaunlich schnell wieder in der Zivilisation. Über einen Feldweg erreichbar, ist die A 3 nur fünf Minuten entfernt, Eisenstadt zehn Kilometer, Wien rund 50. Draußen Wald, Hügel, Ruhe auf 200 bis 300 Metern Seehöhe – drinnen ein Stück Zeitgeschichte.“
„Es ist ein in Platz für alle, die sagen: Wenn schon unsichere Zeiten, dann bitte gut vorbereitet“, so „Stadtquartier“-Makler Adam Brandis.
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