Kerosin-Krise

AUA: Tickets teurer, neuer Tarif ohne Handgepäck

Wirtschaft
09.05.2026 13:55

Die Kerosin-Teuerung durch den Krieg im Nahen Osten macht auch vor dem heimischen Luftfahrt-Platzhirsch nicht halt. Passagiere der Austrian Airlines müssten sich auf höhere Ticketpreise einstellen, so AUA-Chefin Annette Mann. Gleichzeitig verteidigte sie den neuen Economy-Tarif, bei dem man für Handgepäck-Trolleys aufzahlen muss. 

Der neue Economy Basic-Tarif auf Kurz- und Mittelstrecken bringt zusätzliche Kosten für die Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers. Wer einen Trolley mitnehmen will, muss diesen dazubuchen und extra bezahlen. Hand-, Laptop-Taschen oder kleine Rucksäcke sind davon ausgenommen. 

„Wer einen Trolley mitnehmen will, dem muss es das wert sein“
Die Chefin der Fluglinie verteidigte das Angebot im „Ö1-Mittagsjournal“ am Samstag. Damit werde das Angebot nach unten hin erweitert, sagte Mann: „Wer einen Trolley mitnehmen will und sagt, mir ist es das wert, der kann das natürlich weiterhin tun.“ Damit würde die AUA auch bei Vergleichsportalen, die sich meist am Preis orientieren, weiter oben angeführt. Und der Low-Cost-Anteil liege in Wien bei 25 bis 30 Prozent.

Die Neuerungen der AUA beim Handgepäck – beim günstigsten Tarif darf kein Kabinenkoffer mehr ...
Die Neuerungen der AUA beim Handgepäck – beim günstigsten Tarif darf kein Kabinenkoffer mehr mitgenommen werden.(Bild: Screenshot austrian.com)

Tickets werden teurer
Aktuell ist die AUA vom Kerosin-Mangel noch nicht betroffen. Aber: Passagiere müssen sich jedenfalls aufgrund höherer Treibstoffpreise auf höhere Ticketpreise einstellen. Die Versorgung mit Kerosin sei jedenfalls über den Sommer hin gesichert. In Wien sei man mit der OMV-Raffinerie in Schwechat gut versorgt. In China, Japan und Nordamerika gebe es keinen Kerosinmangel, so die AUA-Chefin. Innerhalb Europas könne man etwas mehr tanken.

In welchem Ausmaß die Preise steigen werden, lasse sich nicht vorhersagen. Man habe zwei Millionen Preise im Markt. Die Preisänderungen seien auch durch die Nachfrage bestimmt. Bei einem Ticket um 200 Euro könnten es einmal fünf Euro sein, auf einer anderen Destination 30 Euro. „Ich hätte gerne von dem, was bei uns ankommt, um zehn Prozent mehr. Dann geht es sich für uns bei den Kerosinpreisen wahrscheinlich aus“, sagte Mann.

Ultra-Kurzstrecken nicht rentabel, aber wichtig für Standort
Außerdem sprach sich Mann trotz der wirtschaftlichen Unrentabilität gegen eine Streichung der Ultra-Kurzstreckenflüge aus. „Ich bräuchte diese Ultra-Kurzstreckenflüge nicht“, sagte sie gegenüber dem ORF-Radiosender. Es gehe ihr bei der Debatte vielmehr um eine Standortfrage. „Wenn ich rein wirtschaftlich eine Entscheidung treffen würde, hätte ich den Innsbruck- und auch Klagenfurt- oder Graz-Flug wahrscheinlich schon nicht mehr im Portfolio, aber wir sehen uns hier natürlich auch in der Standortverantwortung.“ So habe etwa Innsbruck bereits den Frankfurt-Flug verloren.

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