Bluttat in Florenz
“Gekreuzigte” Prostituierte Werk von Serienkiller?
Gefunden wurde die Leiche am Montag von einem Radfahrer, der die Polizei verständigte. Die Frau, die drogenabhängig und obdachlos war, trug lediglich Schuhe, ihre Kleider wurden einen Kilometer weiter entfernt entdeckt. Die Todesumstände konnten noch nicht geklärt werden. An der Leiche wurden keine Spuren von Gewaltanwendung entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau mehrere Stunden lang wegen innerer Blutungen gegen den Tod gekämpft habe. Sie habe vergebens versucht, sich zu befreien.
Die italienischen Ermittler überprüfen nun, ob es Verbindungen zum Fall einer 46-jährigen italienischen Prostituierten gibt, die im März 2013 in derselben Gegend gefesselt, aber noch lebend gefunden wurde, nachdem ein Kunde sie vergewaltigt und ihrer Tasche gestohlen hatte. Die Ermittler wollen auch klären, ob die gekreuzigte Position, in der die Leiche der toten Frau gefunden wurde, eine symbolische Bedeutung hat.
Die Sorge unter der Bevölkerung wächst, dass im Raum von Florenz ein Serientäter am Werk ist, der Prostituierte überfällt und tötet. Nach italienischen Medienberichten ist ein Raubmotiv auszuschließen, da bei der Leiche die Tasche und Geldbörse aufgefunden wurden.
"Monster von Florenz" tötete acht Liebespärchen
Der Fall weckt Erinnerungen an das sogenannte Monster von Florenz, das zwischen 1968 und 1985 in der Toskana acht junge Liebespärchen grausam umgebracht hat. Die Liebespärchen wurden immer mit derselben Pistole erschossen. Danach verstümmelte das "Monster von Florenz" die Genitalien der Opfer. 1994 wurde der damals 69-jährige Bauer Pietro Pacciani, der immer wieder seine Unschuld beteuerte, zu lebenslanger Haft verurteilt.
Zwei Jahre später wurde das Urteil aufgehoben. Noch bevor ein neuer Prozess gegen ihn stattfinden konnte, starb Pacciani 1998 an einem Herzinfarkt. Zwei Komplizen Paccianis verbüßen langjährige Haftstrafen. Die Ermittler hatten auch vermutet, dass eine satanische Sekte hinter den Bluttaten stehen könnte.
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