„Krone“-Kommentar

Warum wird Frau Kneissl nicht einfach Russin?

Kolumnen
24.01.2026 06:00

Es ist erst acht Jahre her, dass ich Karin Kneissl am Wiener Minoritenplatz interviewt habe – die siebensprachige Analytikerin und Buchautorin war gerade als neue Außenministerin der türkis-blauen Regierung Kurz I angelobt worden. Ihre zwei Boxerhunde „Winston“ (von Churchill) und „Jacky“ (von Kennedy) lagen ihr schnarchend zu Füßen, sie verspeiste Mandarinen. Menschen mit Boxerhunden, meinte sie damals mit Verweis auf Bruno Kreisky, hätten einen hohen Grad an Ironie und Humor.

Seit sie aus Österreich, wie sie es bezeichnet, „flüchten“ musste, verbietet sich Frau Kneissl Interviewanfragen heimischer Medien. Als Leiterin eines Kreml-nahen Thinktanks in St.Petersburg spricht die Vertraute von Wladimir Putin nur noch mit russischen Bloggern. Und da vergeht einem das Lachen regelmäßig.

Hitlers Minderwertigkeitskomplex, den wir ihrer Ansicht nach in uns tragen, ist ja nicht neu. Aber jetzt sind wir auch noch ein Volk von „Hyänen“! Bis heute, so die ehemalige Außenministerin, erlebe sie aus Österreich „Boshaftigkeit, Niedertracht, Gehässigkeit“. Wie gehässig sie selbst über ihre Heimat spricht – übrigens auch über die Regierung, der sie einmal angehört hat –, fällt ihr offenbar nicht auf.

Nachdem sie selbst doch sicher keine „Hyäne“ mit Hitler-Minderwertigkeitskomplex sein will, ein Vorschlag. Warum beantragen Sie nicht einfach die russische Staatsbürgerschaft? Nicht ironisch gemeint, Frau Kneissl, sondern ganz im Ernst.

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