Mehrere Vermisste
Neuseeland: Campingplatz von Erdrutsch begraben
In Neuseeland werden nach einem verheerenden Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui (siehe Video oben) mehrere Menschen vermisst. Unklar, wie viele Opfer unter den Schlammmassen begraben sein könnten. Auslöser des Unglücks war extremer Starkregen.
Das neuseeländische Online-Portal „Stuff“ sprach von mindestens sechs Verschütteten, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten diese Zahl zunächst nicht. Ob auch Ausländer unter den Vermissten sind, sei ebenfalls nicht bekannt, heißt es.
Zelte dem Erdboden gleichgemacht
Der Erdrutsch Donnerstagfrüh (Ortszeit) zerstörte Teile des bekannten Campingareals, Zelte wurden dem Erdboden gleichgemacht, wie die Polizei mitteilte. Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien.
Menschen auf dem Dach des Toilettenblocks versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung „New Zealand Herald“ unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann. Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.
Zwei Vermisste in Wohnhaus tot geborgen
In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa konnten unterdessen nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus getroffen hatte, zwei Vermisste nur noch tot geborgen werden. Das Gebäude sei schwer beschädigt worden, teilte die Polizei mit.
Die Sucharbeiten würden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt, sagte der Minister für Notfallmanagement, Mark Mitchell. „Sie werden rund um die Uhr arbeiten, bis sie jedes Stück Erde abgesucht haben“, versprach der Bürgermeister der nahegelegenen Stadt Tauranga, Mahé Drysdale. Unter anderem war eine Hundestaffel im Einsatz. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen.
Gerade Sommerferien in Neuseeland
Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht „The Mount“ genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.
Notstand in mehreren Regionen ausgerufen
Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.
Auch in anderen Teilen der Nordinsel von Neuseeland kam es zu schweren Überschwemmungen. Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Rafting-Booten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtete.









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