SPÖ steht hinter ihr

Keine Konsequenzen für Albernheiten der Frau Haase

Wien
24.01.2026 07:00

Sie führt sich im Wiener Gemeinderat wie im Kindergarten auf und postet Videos mit Polizei-Nazi-Vergleichen – Kasperl-Gemeinderätin Susanne Haase bekommt von der Wiener SPÖ  dennoch den roten Teppich ausgerollt.

Machen Sie das einmal in der Privatwirtschaft. Folgendes Szenario: Wichtige Sitzung in einem ernst zu nehmenden Konzern. Eine Person hält eine Rede, dahinter kasperlt eine Kollegin herum. Grimassen, Handyspiele, Albernheiten wie im Kindergarten. Reaktion der Führung: bestenfalls Ermahnung, schlimmstenfalls Sachen packen und auf Nimmerwiedersehen.

In der Politik gibt es für ein solches Verhalten Lobeshymnen. Wie bei der seltsamen Frau Susanne Haase, ihres Zeichens Gemeinderätin. Im Stadtparlament ulkte sie bei einer Sitzung zum Thema Teuerung auf tiefstem Niveau herum. Schließlich stellte sich heraus: Die „Politikerin“ ist auch noch Spitzenverdienerin – neben den 8600 Euro brutto monatlich (14-mal im Jahr) kommt sie als Gewerkschafterin auf insgesamt rund 15.000 Euro. Tendenz eher steigend.

8609 Euro

erhält Frau Haase alleine für ihre Anwesenheit im Wiener Gemeinderat. Durch ihre Gewerkschaftstätigkeit ist sie absolute Top-Verdienerin.

Posting gegen Staat und Polizei
Für Empörung sorgte sie – wie berichtet – vor Kurzem durch ein gepostetes Video: Eine Sammelaktion der SOS Balkanroute in der Brunnenpassage unterlegte sie mit einer Liedpassage mit folgendem Text: „Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat / Weil der Verfassungsschutz den NSU mit aufgebaut hat / Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war.“

Ihre Erklärung: „Die Verwendung musikalischer Untermalung ist ein übliches kommunikatives Mittel auf Social Media. In diesem Fall wurde ein Werk des anerkannten deutschen Künstlers Danger Dan verwendet, das sich satirisch mit dem deutschen Grundgesetz und der darin verankerten Kunstfreiheit auseinandersetzt.“ Völlig aus dem Kontext gerissen, bleibt eine verstörende Botschaft. Haase: „Ich stehe zur demokratischen Republik Österreich, zum Rechtsstaat sowie zu seinen verfassungsmäßigen Institutionen.“ Schlimm, wenn man das als Volksvertreterin extra betonen muss.

Für SPÖ ist sie eine hervorragende Politikerin
Kommen wir zu den Lobeshymnen zurück. Die SPÖ äußert sich zu Haase wie folgt: „Susanne Haase ist eine hervorragende Politikerin, die ihre Arbeit pflichtbewusst, verantwortungsvoll und mit hoher Sorgfalt wahrnimmt. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement und ihre Begeisterung für ihren Beruf.“ Damit ist klar: Die Kasperl-Gemeinderätin darf auch in Zukunft bei vollen Bezügen allen auf der Nase herumtanzen.

Mit Inhalten ist Haase bislang jedenfalls kaum aufgefallen. Die Leistungsbilanz passt in einen Glückskeks. Ihre Themen als „LGBTQIA-Sprecherin SPÖ Wien“: queere Lebensrealitäten, Diversity-Management, Pride usw.

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