Noch lebt Salzburgs Minichance auf das Play-off der Europa League. Am Donnerstag feierten die Bullen einen verdienten 3:1-Heimsieg über einen harmlosen FC Basel und dürfen mit nun sechs Punkten zumindest rein rechnerisch auf einen Platz unter den Top 24 hoffen.
Mann des Spiels war Kerim Alajbegovic, der mit seinen frühen Treffern (4., 12.) den Weg zum zweiten Sieg im siebenten Spiel der Ligaphase ebnete. Das dritte Tor erzielte Frans Krätzig (35.).
Basels einziger Treffer durch Jeremy Agbonifo (56.) zum 1:3 resultierte aus einem Abwehrpatzer und konnte der Partie keine Wende mehr geben. Zum Abschluss muss Salzburg am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) bei Aston Villa, das bereits ein Achtelfinal-Fixticket hat, siegen und ist zudem auf Schützenhilfe angewiesen.
Daniliuc patzt
Den guten Start hatte Salzburg einem schweren Schnitzer seines Ex-Kickers Flavius Daniliuc zu verdanken. Alajbegovic fing den langsamen Querpass ab, sein Schuss aus gut 20 Metern ins lange Eck wurde noch abgefälscht. Keine zehn Minuten später war der technisch starke bosnische Teamkicker erneut zur Stelle. Erst ließ er zwei Verteidiger aussteigen, wieder hielt er aus der Distanz drauf und knallte das Spielgerät via Unterkante der Latte zum 2:0 ins Tor.
Salzburg kontrollierte das Geschehen, die Verteidigung mit den beiden jungen Österreichern Tim Trummer und Jonas Schuster kam kaum ins Schwitzen. Basel von Ex-Altach-Coach Ludovic Magnin, das seinerseits Punkte dringend gebraucht hätte, kam nicht zur Entfaltung. Der Schweizer Meister wirkte auffällig passiv, Mittelfeld-Altstar Xherdan Shaqiri fiel nicht auf und wurde zur Pause ausgewechselt. Offensive Ansätze unterbanden die Hausherren mit gutem Pressing, eine frühe Balleroberung brachte noch vor der Pause auch das 3:0 durch Krätzig.
Basel bäumt sich nur kurz auf
Es war hochverdient, zuvor hatten bereits Sota Kitano (17.), Trummer (19.) und Krätzig (23.) Chancen gehabt, Yorbe Vertessen die Stange erzittern lassen (33.). Die Folge war ein Dreierwechsel bei Basel in der Halbzeit, die Partie plätscherte danach etwas dahin. Als Weckruf fungierte Schusters Luftloch nach einer Flanke von Agbonifo, der Aufsetzer kullerte ins lange Eck und verlieh den Gästen einen kleinen Energieschub.
Der währte aber nur kurz, Salzburg riss das Spiel wieder an sich und hatte noch mehrere Gelegenheiten auf das vierte Tor. Alajbegovic traf die Latte (62.), Goalie Marvin Hitz parierte gegen Soumaila Diabate (68.), und Edmund Baidoo verpasste nur knapp (78.). Es war Fahrlässigkeit, die sich auch in einer finalen Druckphase der Gäste nicht mehr rächte.
Red Bull Salzburg – FC Basel 3:1 (3:0)
Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 6741, SR Papapetrou (GRE)
Tore: 1:0 ( 4.) Alajbegovic, 2:0 (12.) Alajbegovic, 3:0 (35.) Krätzig, 3:1 (56.) Agbonifo
Salzburg: Schlager – Trummer, Gadou, Schuster, Krätzig – Bidstrup (91. Lukic), Diabate – Kitano (76. Yeo), Alajbegovic (90. Bischoff) – Baidoo (90. Konate), Vertessen (58. Onisiwo)
Basel: Hitz - Vouilloz, Adjetey, Daniliuc, Schmid (89. Cisse) – Bacanin, Leroy (46. Kacuri) - Agbonifo, Shaqiri (46. Koindredi), Traore (46. Ajeti) – Eduardo (72. Soticek)
Gelbe Karten: Kitano bzw. Agbonifo, Bacanin, Vouilloz
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