"Zu große Belastung"
“Sewol”-Drama: Ministerpräsident tritt zurück
Die Fähre "Sewol" war am 16. April mit 476 Menschen an Bord gesunken, unter ihnen waren 339 Kinder und Lehrer auf einem Schulausflug. Anderthalb Wochen nach dem Unglück sind erst 187 Leichen geborgen. Insgesamt wurden 174 Personen gerettet. Die Zahl der Toten dürfte damit bei etwa 300 liegen.
Der Kapitän und 14 weitere ranghohe Besatzungsmitglieder sind in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, keine Versuche zur Rettung der Passagiere unternommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, Staatspräsidentin Park Geun-hye sprach sogar von Mord.
Schiff kenterte bei Kurswechsel
Die Ursache für das Kentern des Schiffs ist weiter unklar. Die Ermittler gehen menschlichem Versagen wie auch möglichen technischen Fehlern nach. Das Schiff kenterte demnach an der Stelle, wo es einen Kurswechsel vorgenommen hatte. Untersucht wird unter anderem, ob die Ladung der Auto- und Personenfähre richtig gesichert war. Die Fahrzeuge und Container könnten verrutscht sein, sodass das Schiff in Schieflage geriet.
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