Nach Mord an Anwalt
Drei Männer im Iran öffentlich hingerichtet
Ausland
26.04.2014 11:34
Im Iran sind drei Männer wegen der Ermordung eines Staatsanwalts im unruhigen Südwesten des Landes öffentlich hingerichtet worden. Die zum Tode verurteilten Männer wurden am Samstagmorgen an demselben Ort gehängt, an dem Anfang November der Staatsanwalt in seinem Auto erschossen worden war, berichtete die Nachrichtenagentur Irna.
Die Revolutionsgarden hatten damals erklärt, der Mord stehe im Zusammenhang mit einer "Drogenaffäre". Allerdings hatte auch die sunnitische Rebellengruppe Dschaisch-ul Adl die Verantwortung für die Tat übernommen.
Ein Großteil des Drogenschmuggels aus Afghanistan läuft durch die iranische Grenzprovinz Sistan-Belutschistan, weshalb es dort regelmäßig Zusammenstöße zwischen den Sicherheitskräften und den Drogenschmugglern gibt. Zudem sind in der Provinz, deren Bevölkerung mehrheitlich der sunnitischen Minderheit angehört, mehrere Extremistengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf Angehörige von Polizei, Militär und Verwaltung verüben. Nach UN-Angaben wurden im Iran seit Jahresbeginn bereits mehr als 170 Menschen hingerichtet.
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