Bus gekapert
Ukraine: Separatisten halten OSZE-Beobachter fest
Die insgesamt sieben OSZE-Vertreter sowie fünf ukrainische Militärs und der Fahrer des Wagens seien unter Zwang zum örtlichen Gebäude des Inlandsgeheimdienstes in Slawjansk gebracht worden. Derzeit würden Verhandlungen über ihre Freilassung laufen.
Aufständische vermuten "Spion" unter Beobachtern
Die Aufständischen würden verlangen, mit den "zuständigen Behörden der Russischen Föderation" zu sprechen, erklärte das Innenministerium. Ein Sprecher der Separatisten in Slawjansk erklärte, unter den festgesetzten Beobachtern sei offenbar ein "Spion" der Regierung in Kiew.
Die betroffene OSZE-Gruppe besteht aus drei deutschen Soldaten, einem deutschen Dolmetscher sowie jeweils einem Militärbeobachter aus Tschechien, Polen, Schweden und Dänemark. Zuvor hatte das deutsche Verteidigungsministerium gemeldet, dass es den Kontakt zu den Männern, die unter deutscher Führung stehen, verloren habe. Aus Österreich sind derzeit keine Militärbeobachter in der Ukraine, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Beide Seiten sprechen von Krieg
Freitagmittag hatte der Krieg der Worte zwischen Kiew und Moskau eine neue Dimension erreicht: Übergangspremier Arseni Jazenjuk bezichtigte Russland, nach einem "Dritten Weltkrieg" zu streben. Russlands Außenminister Sergej Lawrow konterte: Kiew führe "Krieg gegen das eigene Volk" (siehe Infobox). Slawjansk wird seit Tagen von prorussischen Milizen kontrolliert, die ukrainische Armee riegelte am Freitag den Zugang zur Stadt ab.
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