Neue brisante Details
Feuerdrama: Wollten Barbetreiber im Jet fliehen?
Die Enthüllungen um das Ehepaar Moretti aus Crans-Montana werden immer brisanter. Nach dem verheerenden Brand in ihrer Bar in der Silvesternacht mit 40 Toten besteht nun der Verdacht, dass die beiden ihre Flucht organisieren wollten!
Am 9. Jänner wurde der Betreiber der Bar „Le Constellation“, Jacques Moretti, in Untersuchungshaft genommen. Begründet wurde dies unter anderem mit einer möglichen Fluchtgefahr des Franzosen. Nun kommen zu diesem Vorwurf neue Details ans Licht. So habe Moretti zusammen mit seiner Frau Jessica in einem Charter-Jet fliehen wollen.
Privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert?
Der „Bild“-Zeitung liege demnach ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft des Wallis vor. In diesem schrieb Nebenklage-Anwältin Nina Fournier am 12. Jänner: „Im Zusammenhang mit der Fluchtgefahr, die als Grund für die Inhaftierung von Jacques Moretti angeführt wurde, haben wir erfahren, dass einer der Eheleute Moretti möglicherweise ein privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert hat, um die Flucht vorzubereiten.“ Fournier habe demnach die leitende Staatsanwältin gebeten, dahingehend Ermittlungen einzuleiten.
Schuldenberg in Millionenhöhe
Ebenfalls brisant: Lange hieß es, dass das die Morettis für ihre Immobilienkäufe keine Hypotheken aufgenommen hatten. Nun schreibt die Westschweizer Tageszeitung „Le Temps“, dass es sich sehr wohl Geld geliehen habe. Mehrere Hypotheken im Gesamtwert von vier Millionen Schweizer Franken (rund 4,31 Millionen Euro) sollen den finanziellen Aufstieg ermöglicht haben. Das Gesamtvermögen der Morettis würde sich auf rund fünf Millionen Franken beläuft. Demnach basieren 80 Prozent ihres Vermögens auf den aufgenommenen Hypotheken.
Befragungen gehen weiter
Das Paar wird in den nächsten Tagen erneut von den Schweizer Behörden vernommen. Nachdem sich die ersten Befragungen auf die Persönlichkeiten des Paares konzentriert hatten, soll es diesmal um die Ereignisse der Brandkatastrophe selbst gehen. Die Anwälte des Paares prangerten zuletzt eine gegen sie gerichtete „Vendetta“ an und beklagten den „Druck“ auf die Staatsanwaltschaft durch „ausländische Behörden“.
200.000 Franken Kaution – Moretti könnte freikommen
Unterdessen könnte Jacques Moretti für eine Kaution in Höhe von 200.000 Schweizer Franken (etwa 215.000 Euro) freikommen. Das berichtet die Schweizer Tageszeitung „24heures“. Demnach sei ein enger Vertrauter Morettis bereit, diese Summe zu bezahlen. Für den Fall einer vorübergehenden Freilassung fordert die Staatsanwaltschaft das Tragen einer elektronischen Fußfessel und die Abgabe seiner Ausweispapiere.
Für Jessica Moretti sei ebenfalls eine Kaution in Höhe von 200.000 Schweizer Franken festgelegt worden, ansonsten drohe auch ihr Untersuchungshaft. Um die Fußfessel komme sie vorerst herum, heißt es – ihre Ausweispapiere musste sie allerdings bereits abgeben. Auch muss sie sich täglich bei der Polizei melden.
Video-Aufzeichnungen in Feuer-Bar nur bis drei Minuten vor dem Brand
Um 01.26 Uhr brach in der Silvesternacht ein verheerendes Feuer in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Ferienort Crans-Montana aus. 40 Menschen starben, 116 weitere wurden verletzt. Aufnahmen der Katastrophe gibt es jedoch nicht. Bereits drei Minuten vor dem Inferno stoppten die Aufnahmen der Überwachungskameras.
Wie die „Bild“ berichtet, liegen den Ermittlern die Bilder der Video-Überwachung nur bis 1.23 Uhr vor. Barbetreiber Moretti habe dazu in seiner ersten Vernehmung am Neujahrstag gesagt: „Zu diesem Zeitpunkt hat sich das System aufgehängt. Ich kann es nicht mehr zurücksetzen.“
Auf den letzten Aufnahmen aus elf Kamera-Einstellungen sind das Untergeschoss, der Raucherraum, der DJ und einige Gäste auf Sofas zu sehen. Nur Minuten später kam es zur verheerenden Katastrophe.

Opfer des Crans-Montana-Brands bekommen Soforthilfe
Die 150 Opfer der Brandkatastrophe und ihre Hinterbliebenen bekommen vom Schweizer Kanton Wallis eine finanzielle Soforthilfe. Der Staatsrat hat die Zahlung von 10.000 Franken (rund 10.700 Euro) werde an die Familien der 40 Todesopfer und die 116 Überlebenden gezahlt, die nach dem Brand in der Silvesternacht ins Krankenhaus mussten. Rund 80 von ihnen sind mit schweren Verletzungen weiter im Krankenhaus.










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