Fatale und enge Falle

34 von 40 Opfern starben auf Treppe der Todesbar

Ausland
11.01.2026 18:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein internationales Team an Ermittlern fand nach der Feuertragödie in der Schweizer Bar Le Constellation heraus, dass die meisten Todesopfer an der Treppe aufgefunden wurden. Am Fuß der Stiege sollen sich Dutzende Leichen gestapelt haben – diese wurde bei Umbauarbeiten vor etwa zehn Jahren von den Betreibern verkleinert.

Bei dem Drama im Nobel-Skiort Crans-Montana starben 40 Menschen, darunter sind besonders viele junge Opfer zu beklagen. 34 der Toten wurden an der Treppe aufgefunden, wie die italienische Zeitung „Il Giornale“ berichtet: Drei weitere Leichen wurden demnach vor dem Raucherraum entdeckt, die restlichen drei befanden sich vor dem Lokal.

In diesem Beitrag sieht man, wie die Treppe der Todesbar verkleinert wurde:

Das internationale Ermittlerteam hatte den Schauplatz der Katastrophe am 4. Jänner untersucht. Man fand heraus, dass die Treppe zur Todesfalle wurde: Ein Handlauf aus Holz sei unter dem Gewicht der Leichen sogar zusammengebrochen, geht aus der Rekonstruktion des Unglücks hervor. 

Die Zeitung berichtet weiters, dass die italienischen Ermittler bemerkten, dass die Schweizer Kollegen „aufgrund unserer Anwesenheit sichtlich angespannt und gehetzt“ wirkten. Auf einigen Tischen seien „leere und versiegelte Champagnerflaschen, alle mit einem Feuerwerkskörper am Flaschenhals“ gestanden. Das Feuerinferno soll durch Wunderkerzen ausgelöst worden sein, die den Dämmstoff an der Decke entzündet hatten.

Gläser und Bildschirme durch Hitze geschmolzen
Die über der Bar hängenden Gläser sowie Bildschirme an den Wänden seien „vollständig durch die Hitze geschmolzen“, heißt es weiter im Bericht. 

Im Jahr 2015 wurden von den Betreibern Jacques und Jessica Moretti Umbauarbeiten vorgenommen, die das Ausmaß der Tragödie verschlimmert haben könnten: Eben jede Treppe, die aus der Kellerbar ins Erdgeschoss führt, wurde dabei stark verkleinert. Statt zuvor drei Meter war der Stiegenabgang nach dem Umbau nur mehr 1,37 Meter breit. 

Zudem räumte Jacques Moretti bei einer Befragung der Ermittler ein, dass ein Notausgang zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen war. Auch den Dämmstoff, der sich entzündet hatte, habe er bei Umbauarbeiten selbst ausgetauscht, gab er zu Protokoll. Der Lokalbetreiber befindet sich in Untersuchungshaft. 

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