Eskalation in Nahost

Aktien auf Talfahrt – Öl und Gas werden teurer

Wirtschaft
02.03.2026 09:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die US-Angriffe auf den Iran schlagen sich unmittelbar auf die Finanzmärkte nieder: Die Aktienkurse fallen rapide, während die Edelmetall-Preise stark ansteigen. Durch die Sperre der Straße von Hormuz klettert auch der Ölpreis immer höher.

Die Eskalation im Nahen Osten hat zu Wochenbeginn heftige Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst. Teheran schränkte unter anderem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ein – eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels.

Aktienkurse fallen um gut zwei Prozent
Der Dax büßte am Montag in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent auf 24.697 Punkte ein. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Jänner gestiegen. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zum Wochenauftakt 2,7 Prozent auf 30.706 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 2,3 Prozent. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London lag der Index FTSE dagegen zunächst nur 0,93 Prozent im Minus.

Krieg heizt Goldpreis an
Gold hat sich am Montag wegen der Eskalation im Nahen Osten in den ersten Handelsminuten wie erwartet deutlich verteuert. Auch der Preis für Silber zog kräftig an. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete im frühen Handel bis zu 5.393 Dollar (4.568,40 Euro) und damit 2,2 Prozent mehr als am Freitag. Damit baute der Goldpreis seine Gewinne der vergangenen Woche aus und nähert sich damit wieder so langsam dem Rekordhoch von fast 5.600 Dollar Ende Jänner an.

Der Krieg im Nahen Osten führt auch an den Börsen zu Verunsicherung.
Der Krieg im Nahen Osten führt auch an den Börsen zu Verunsicherung.(Bild: AP/Arne Dedert)

Auf und ab bei Goldpreis
In den Wochen nach dem Höchststand war der Kurs zeitweise unter die Marke von 4.500 Dollar abgerutscht, bevor er sich in den vergangenen Wochen wieder kräftig erholte. Seit Ende 2025 kletterte der Goldpreis um fast ein Viertel nach oben, und das, nachdem er im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 65 Prozent das höchste Jahresplus seit 1979 eingefahren hatte. 

Ölpreis so hoch wie seit Anfang 2025 nicht mehr
Auch der Ölpreis wurde von den Konflikten im Nahen Osten deutlich beeinflusst. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und kostete mit 82,37 US-Dollar so viel wie seit Jänner 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu, wie die „Zeit“ berichtet.

Die Karte zeigt die Straße von Hormuz als wichtige Route für etwa 20 Prozent der weltweiten Ölexporte. Die internationale Schifffahrtsroute verläuft zwischen Iran und Oman und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Quelle: APA.

Experten rechnen mit weiterem Anstieg
Rund 20 Prozent der globalen Öltransporte passiert täglich die Straße von Hormuz. Jede Störung der Meerenge kann Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte ins Wanken bringen. Experten rechnen vor dem Hintergrund der Eskalation im Krieg mit dem Iran mit einem weiteren Preisanstieg um bis zu 100 Dollar und mehr.

Auch Airline-Kurse brechen ein
Der eskalierende Konflikt hat auch die Aktienkurse asiatischer Fluggesellschaften einbrechen lassen. Die Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines gaben um mehr als fünf Prozent nach. Die Aktien von Qantas fielen zeitweise um 10,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Auch die Papiere anderer asiatischer Fluggesellschaften wie ANA Holdings, der chinesischen Airlines Air China, China Southern und China Eastern sowie der malaysischen AirAsia X verloren mindestens vier Prozent. Einige wichtige Drehkreuze wie Dubai und Doha bleiben weiterhin geschlossen, was zu weltweiten Störungen im Flugverkehr führt.

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